Das teilweise schleichend die Preise erhöht wurden, wird ja bis heute bestritten. Als damals im Gaststättenbereich einige "schwarze Schafe" einfach das DM-Symbol gegen ein Euro-Zeichen austauschten war das Geschrei groß. Andere, wie beispielsweise die großen Discounter, gingen da etwas schlauer vor. Man hob schleichend die Preise an. Mittlerweile ist es allgemeine Praxis die Preise erst etwas zu erhöhen, um sie dann nach einigen Monaten wieder runter zu setzen. Dann kann man sagen, dass man nicht teurer, sondern billiger geworden ist.

Was mich persönlich sehr schmerzt sind die Preiserhöhungen im Buchbereich. Wenn ich mir beispielsweise die Premium-Reihe von Heyne angucke, die im Schnitt zwischen 13 und 16 Euro kostet, dann muss ich den Kopf schütteln. Früher hätte man für ein Taschenbuch keine 26 bzw. 32 DM bezahlt. Oder wie im Fall von Heynes Science Fiction Jahr 44 DM (Ausgabe 2007 kostet im TB-Format 22 Euro). Allerdings beim SF-Jahr wundert es mich ohnehin, dass es noch erscheint. Wolfgang Jeschke hat schon seinerzeit auf den SF-Tagen in Dortmund erwähnt, dass das Ding jedes Jahr im Verlag durchgeboxt werden muss, weil es lange nicht das einbringt, was es in der Herstellung kostet. Nach kurzer Zeit findet man es dann auf dem Grabbel-Tisch in den Kaufhäusern. Aber das ist eine andere Geschichte.

Auf jeden Fall werden die 10 Cent Preiserhöhung von PR mich nicht davon abhalten die Serie weiter zu kaufen. Auch vor der Euroumstellung wurden die Preise oft um 20 Pfennig erhöht, wie damals bei der Umstellung von 1,80 DM auf 2,00 DM oder später auf 2,20 DM. Mich hat es nur gewundert, dass man bei VPM bzw. der Verlagsgruppe Bauer solange auf die Erhöhung gewartet hat.