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Thema: Kostümiert oder nicht ?

Hybrid-Darstellung

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  1. #1

    Standard AW: Kostümiert oder nicht ?

    Also, ich steh da auf dem Standpunkt: Jeder, wie er will. :-) Wäre ja noch schöner, wenn die Geschmackspolizei Fans vorzuschreiben hätte, wie sie Fan zu sein haben. Wobei natürlich der Charakter/die Tradition der Veranstaltung schon eine gewisse Rolle spielt. Tolkien-Things wären ohne tausendundeinen Ringgeist und Ranger und Hobbit nur halb so schön; auf dem Dortcon hingegen käme das schon komisch. Aber sollte sich da trotzdem mal der vereinzelte Kostümierte hin verirren - meine Güte, das wird das Fandom wohl kaum zum Untergang bringen. Meiner Meinung nach haben die Leute, die immer darauf pochen, daß Fans unter allen Umständen würdevoll und respektabel bleiben, die Maßstäbe der 'mundanes' ein bißchen zu sehr verinnerlicht. (Man stelle sich vor, wie der Christopher Street Day aussähe, wenn die Schwulenbewegung so gedacht hätte! Mag auf den ersten Blick ein komischer Vergleich sein, paßt aber eigentlich ganz gut. *g*)

    Ich selbst habe keinen großen Drang zum Kostüm (auch wenn Du mich, wenn ich mich nicht irre, vor langer Zeit ;-) im Kostüm kennengelernt hast - aber das war echt eine Ausnahme!) - ist mir einfach zu unbequem und unpraktisch, und ich kann auch nicht nähen usw. Allerdings setze ich auf Cons schon gewisse visuelle Akzente, die ins Kostümhafte gehen - z.B. trage ich fannische T-Shirts, von denen ich mittlerweile einen halben Schrank voll habe *g* oder/und Buttons und meinen selbstgemachten Farscape-Schmuck (Moya-Comm und Zhaans Ringe). Das gehört für mich irgendwie dazu, um zu signalisieren "so, heute steht Fandom und nichts als Fandom auf der Tagesordnung!" - und natürlich signalisiert es auch nach außen hin meine Fan-Loyalitäten, wenn ich z.B. in einem DTG-T-Shirt, mit Zhaans Ringen und einem Methos(Highlander)-Button rumlaufe. So kommt man unter Umständen leichter mit Gleichgesinnten ins Gespräch... Hab allerdings noch keine Buttons usw., die meine literarischen Loyalitäten ausdrücken. So werde ich oft als reiner Serienfan mißverstanden. :-(

  2. #2
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    Standard AW: Kostümiert oder nicht ?

    Ich kann mir Conventions die gänzlich ohne Kostümierte auskommen eigentlich nur schwerlich vorstellen. Wohl unter anderem weil ich spontan nicht sehe was daran übermäßig 'freakig' ist. Wenn sich die SitC Fans sich an der Mode ihrer Helden orientieren stört es doch auch keinen?

    Was die Tradition der Veranstaltung betrifft auf der SFCD-Con (dem Jubiläum) war ein Teil der German Garrison da, Stargate Cosplayer und auf der BuCon gab es sogar einen Wettbewerb. Wenn ich letztere nicht mit einer anderen verwechsele.

    Als in aller Regel nicht Kostümierter fühle ich mich auch nicht von Cosplayern untergebuttert oder ins Abseits gedrängt. Eigentlich freue ich mich wenn ich wenn im Kostüm sehe.

  3. #3
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    Standard AW: Kostümiert oder nicht ?

    @Telyen
    Da muss ich Dich mal korrigieren. Auf dem BuCon gabs vor vielen Jahren in der Tat mal einen Kostümwettbewerb. Allerdings haben wir uns damals an der Tradition amerikanischer Cons (allgemeiner SF-Cons) orientiert, die so etwas seit Beginn des Fandoms in den 30iger Jahren als festen Bestandteil haben. Allerdings haben wir den Kostümwettbewerb mangels Masse (ich glaube, 2001 wars) abgeschafft. Es waren auch nicht wirklich gute Kostüme zu sehen, soweit ich mich erinnern kann.

    Die Leute von der German Garrisson waren damals beim SFCD-JubiCon nicht als Besucher da, sondern von uns als Gag und Farbtupfer für die Besucher engagiert worden. Das kommt auch daher, dass zwei Garrison-Mitglieder hier beim Darmstädter Stammtisch dabei sind. Als dann ein Pressefotograf aufgetaucht ist, waren die schon wieder weg. Der hat dann die einzige Frau (und einzige Besucherin überhaupt), die in einem leicht kostümartigen Kleid herumlief, auch noch für die Zeitung geknippst. Und das, obwohl der ganze Con aus meist älteren Herren in Anzug und Krawatte (ok, nicht alle...) bestand.

    Mittlerweile ist es auch beim Darmstädter Stammtisch nicht mehr üblich, in Kostüm bzw. Uniform zu kommen. Das war in den 90iger Jahren noch anders, als das ganze noch Trekdinner hieß und es außer Star Trek nicht viel anderes gab. Aber wie schon gesagt, es gibt eine ganze Reihe Leute bei uns, die noch Kostüme im Schrank haben. Zum Beispiel die von der FedCon her bekannte Galactica-Crew.

    Es macht für mich schon einen Unterschied, ob die Veranstaltung mehr inhaltlich orientiert ist (BuCon, etc.) oder mehr optisch (Spacedays, etc.). Andererseits gehe ich aber auch in Gewandung auf Mittelaltermärkte (ausser wenn ich meine Kamera-Ausrüstung dabei habe, da täte nicht passen). Ich könnte mir irgendwie nicht vorstellen, dort als "normaler" Touri aufzutauchen.

    @Hmpf
    Öhm, ich hab Dich im Kostüm kennengelernt ? Hmm, da kann ich mich aber nicht mehr dran erinnern...

  4. #4

    Standard AW: Kostümiert oder nicht ?

    Zitat Zitat von Starcadet Beitrag anzeigen
    @Telyen
    @Hmpf
    Öhm, ich hab Dich im Kostüm kennengelernt ? Hmm, da kann ich mich aber nicht mehr dran erinnern...
    Spacedays, err, 2003? Ich und AnduraNova in blau? Oder kannten wir uns vorher etwa schon? Kann auch sein... ich kann mir nie merken, wo ich jemanden zum ersten Mal getroffen habe. *g*

  5. #5
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    Standard AW: Kostümiert oder nicht ?

    @Hmpf
    Ich befürchte, das waren jene unseligen Spacedays, an denen ich nicht beteiligt war, weil gewisse ehemalige Veranstalter(innen) mich ein paar Monate vorher aus dem Team gemobbt hatten. Kann mich da aber noch ganz entfernt an ein Farscape-Kostümfoto aus der Zeitung erinnern (was zu dieser Veranstaltung wiederum sehr passend war). Ein Alien darauf war, glaub ich, Scorpius. Ob das andere Alien jetzt blau war ? Keine Ahnung...

    T-Shirts mit mehr oder weniger passendem Motiv tragen auf Cons viele. Das gehört da irgendwie generell zum Standard, egal was für ein Con das nun ist. Da kann man wohl auch nichts "falsch" machen. Ich persönlich hab jedenfalls keinen Überblick mehr, wie viele Shirts ich im Schrank liegen habe. Sofern im Angebot und auch nur halbwegs attraktiv und erschwinglich, gehört das mit zu den üblichen Con-Souvenirs.

  6. #6
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    Standard AW: Kostümiert oder nicht ?

    Zitat Zitat von Starcadet Beitrag anzeigen
    Als dann ein Pressefotograf aufgetaucht ist, waren die schon wieder weg. Der hat dann die einzige Frau (und einzige Besucherin überhaupt), die in einem leicht kostümartigen Kleid herumlief, auch noch für die Zeitung geknippst.
    Die Dame war nicht rein zufällig Halbgriechin und sonst als Conpaparazzi unterwegs

    Ich habe nix dagegen wenn Leute in Kostüm und Gewandung zu Cons kommen, wenn es nicht gerade peinlich aussieht. Gibt manchmal auch recht amüsante Szenen : Zum Beispiel damals auf dem BuCon am Südbahnhof als ein Trekkie im Kostüm zur Ekkhard Schwettmann Veranstaltung über PR-Marketing hereinschaut und verwirrt wieder hinaus geht, und Ekkhardt es mit "Aha, falsches Universum" kommentiert

    Ich selber bin kein Kostümmensch, da ich selbst nicht schneidern kann und günstige Kostüme von der Stange auch sehr billig aussehen. Für Masskostüme ist mir das Geld auch zu schade. Gebe aber auch zu, dass ich kein Fasching mag

    Aber gegen nette, gutaussehende Amazonen im knappen Dress auf Cons habe ich als alter Knochen nix dagegen.

    Vermisse tue ich hierzulande auf grösseren Cons aber doch eine "Masquarade"-Wettbewerb wie auf den WorldCons, das würde das Congeschehen doch sehr auflockern. Aber manche Cons sind doch sehr konservativ, man sehe nur die sporadischen, meistens doch sehr schlecht besuchten Filk-Auftritten auf Literaturcons (zumindest so mein Eindruck auf dem letzen Dortcon !)

    Meine Bibliothek (im Aufbau): http://www.lovelybooks.de/bibliothek/Khaanara/

  7. #7
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    Standard AW: Kostümiert oder nicht ?

    @StarCadet
    Es ist auch schon viele Jahre her das ich auf der BuCon gewesen bin. Auch war die SFCD-JubiCon, die einzige SFCD Convention welche ich bisher besucht habe. Das Darmstaedter SF Treffen ist mir, unter anderem, wegen der aufwendigen Kostueme - die zu Conventions getragen wurden - in Erinnerung geblieben. Allen voran der Zylone. Daher mein Eindruck das es nicht so unueblich schien sei sich in ein Kostuem zu wagen.

    Das sich das SF Fandom in Deutschland, hinsichtlich Kostueme, am SF Fandom in Amerika orientiert ist verstaendlich, ich waere auch nicht auf die Idee gekommen das in abrede zu stellen. Nur bezeichne ich sowohl amerikanisches SF orientiertes, als auch japanisches Kostuemieren zu Conventions als Cosplay und die Kostuemierten als Cosplayer. Unabhaengig davon ob die Gewichtung auf Rollenspiel, Darstellung, Fun oder Prop-Making geht.

    Und das, obwohl der ganze Con aus meist älteren Herren in Anzug und Krawatte (ok, nicht alle...) bestand.
    Soviele Anzuege sind mir da gar nicht aufgefallen. O_O
    Aber nach der Argumentation waere man nicht nur als Kostuemierter unpassend sondern ueberhaupt auch als weibliches Wesen.

    Mittlerweile ist es auch beim Darmstädter Stammtisch nicht mehr üblich, in Kostüm bzw. Uniform zu kommen.
    Da faende ich es auch ehrlich gesagt merkwuerdig.
    Ich verstehe zwar voll und ganz das man gerne auf Conventions in Kostuemen herum rennt oder entsprechenden Treffen. Zu normalen Stammtischen oder in der Freizeit faende ich es doch skurill. Das wird selbst in der Anime Szene nicht gemacht.

    Es macht für mich schon einen Unterschied, ob die Veranstaltung mehr inhaltlich orientiert ist (BuCon, etc.) oder mehr optisch (Spacedays, etc.).
    In wie weit stoert es denn?
    Immerhin gibt es auch mittlerweile einen zunehmenden Anteil von Cosplayern zur Frankfurter Buchmesse, die sicherlich noch eine Ecke weniger optisch orientiert ist als die BuCon.

    Auf die Idee mich fuer einen Mittelaltermarkt in Pseudo-Gewandung zu werfen kaeme ich nicht. Allerdings war ich mangels Interesse auch noch auf keinem.

  8. #8
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    Standard AW: Kostümiert oder nicht ?

    @Teylen
    Den Begriff "Cosplay" haben wohl die Leute der Anime-Szene geprägt. In den 90igern war der hierzulande völlig unbekannt. Auf der damals hierzulande massgeblichen Con für SF-Kostümbesitzer,der FedCon, war der Begriff nicht in Gebrauch. Zumindest ist der mir in vier FedCons nicht untergekommen. Da spricht man damals wie heute einfach vom Kostümwettbewerb. Zur Buchmesse werden die Leute von den entsprechenden Verlagen, die sich alle in einer Abteilung befinden, geradezu dazu animiert, im Kostüm zu kommen. Die Cosplayer trifft man aber schwerpunktmässig auch nur dort, wo sie dem Verlagsgeschehen noch einen bunten Farbtupfer aufsetzen. Gibts da nicht auch noch eine Prämierung ?
    Nein, das sollte jetzt nicht heissen, dass Frauen da unerwünscht wären. Allerdings sind Frauen in jenen Teilen des Fandoms eindeutig unterrepräsentiert. Da muss man schon dort hingehen, wo es junge hübsche Schauspieler zu sehen gibt...

    Nicht das es stört. Mir persönlich wärs einfach unangenehm, z.B. auf einem Con im bunten Outfit herumzulaufen, wenn der ganze Rest sich dort in Alltagsbekleidung oder allerhöchstens Fan-T-shirt zeigt. Ist eben eine Frage des persönlichen Gefühls...

    Mittelaltermärkte ist eigentlich wieder so ein eigenes Thema. Dort gibts ja leider auch die Leute, besonders die in den Lagern, welche andere, die vielleicht nicht auf angebliche historische Korrektheit, wohl aber auf zum Ambiente passende Gewandung achten, schräg anschauen. Dabei ist die gesamte dort gezeigte Gewandung meist ebenso authentisch, wie ein heutiger Mittelaltermarkt etwas mit dem realen Mittelalter zu tun hat. Ich wurde aber für meine Aussage, dass in der heutigen Mittelalterszene, die sich ja hauptsächlich durch ihr Outfit definiert, mehr Fantasy steckt, als mancher denkt, aus jenen Kreisen schon ganz schön heftig angegriffen. Wenn ich zu so einem Event in Gewandung gehe, dann schaue ich, dass ich, wie schon gesagt, wenigstens halbwegs ambientös gekleidet bin. Also kein Kettenhemd und Springerstiefel (oder noch schlimmer: Turnschuhe), oder schwarze Jeans und Highlander-Schwert. Natürlich ist mein Umgang 50 % Polyester und mein Hemd Baumwolle. Was solls ? Es passt zum Ambiente und das ist eigentlich alles, was zählt. Ich habe nie behauptet, dass ich mich "historisch" anziehe.

  9. #9
    Grad reingestolpert Avatar von Big Hoss
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    Standard AW: Kostümiert oder nicht ?

    Hallöle,

    also ich sehe das Ganze nicht so einfach. Kostüme finde ich zu gegebenem Anlass wirklich gut, egal wie gut sie nun gelungen sind oder auch nicht, der Träger/dieTrägerin hat sich aber mühe gegeben. Echt toll.
    Nun, da gibt es aber auch noch ein kleines Problem, nämlich der fehlende Spiegel. Was ich damit sagen will, ist dass ich ein wenig übergewichtig bin, wenn nicht sogar zu sagen dick! Andere Leute sind das auch, wissen es aber anscheinend nicht. Ich spreche von sogenannten "Zwölben". Zwölben? Das sind Wesen in Elbenkostümen die etwa genauso breit sind wie hoch. Also zu viel um sie Elben nennen zu können.
    Ja, Ja, ich weiss diskriminierung, aber ich bin wie erwähnt selbst ziemlich dick und würde nie auf die irrwitzige Idee kommen mich als Legolas zu verkleiden. Hobbit würde mir gut stehen.. oder vielleicht Höhlentroll, Zwerg ginge auch noch.
    Also nix gegen Kostüme, aber Leute schaut mal in den Spiegel.

    Von einem, der als grüne Legolas-Kugel auch lustig aussehen würde.

    Big Hoss - Der Name sagt alles........

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