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Thema: The Dark Knight

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Die Super-Checkerin Avatar von Teylen
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    Standard AW: The Dark Knight

    Mich konnte dieser Batman Film nicht überzeugen.
    Zumal nach den hohen Erwartungen die überall geschürt wurden,... aber nun gut, um zu dem Film zu kommen.

    Auch wenn es der nicht der Hauptkritikpunkt ist, doch einer der negativen Punkte die mich von Anfang an ansprangen. Man sieht das Warner Bros Zeichen, man sieht das Batman Zeichen, es sieht auch soweit stylish aus, nur leider hört man nichts. Der Soundtrack ist nicht etwa leise, subtil oder raffiniert, er fehlt einfach. Das nicht nur beim Anfang, wo ich es noch für eine Tonstörung hielt und kurz davor war Rabatz zu schieben, sondern auch an mehreren Stellen in Film. Eine der auffälligeren Szenen dahingehend war, meiner Meinung nach, die Action Szene während des Transport und insbesondere deren Finale.
    Es mag Szenen und Filme geben wo es funktioniert, wo es ein Stilelement ist um eine gewisse Stimmung zu erzeugen oder Emotionen hervorzurufen - The Dark Night zählt nicht dazu. Weder ist die Geräuschkulisse derart interessant, faszinierend als das die Auslassung grusel erzeugt, noch stimmt das Timing.
    Die Musik, wenn sie den kam, war nicht schlecht, doch mutmaßte ich zwischenzeitlich ob man Hans Zimmer vielleicht nicht genug Geld gezahlt hat.

    Eine weitere Herausforderung war die Aufmachung.
    In keinem Batman Film zuvor, selbst im ersten Teil der Nolan Fassung, hatte ich derart das Gefühl das man mich angelogen hat. Die vielgepriesene Distanz zur Comic Vorlage sei denen gegönnt die, wie auch immer geartete, Probleme mit Comics im allgemeinen oder den Batman Comics im speziellen haben, nur wenn ich in einen Batman Film gehe, erwarte ich das es etwas mit dem zu schaffen hat das mir als Batman bekannt ist. Was leider nur an sehr, sehr wenigen Stellen der Fall war, die meiste Zeit über wirkte es, als habe man etwas neues versucht zu kreieren das zufällig wie Batman aussieht.
    Man hat einen Mann im Fledermaus Kostüm, eine handvoll Namen, den Joker - Ende der Gemeinsamkeit. Mit Abstand scheint sich keine Comic Verfilmung derart der eigenen Vorlage zu schämen wie diese hier.

    Das betrifft zunächst den Stil. Sofern es den Autoren möglich war wurden jeglichen offensichtlichen Anlehnungen an ein leicht unrealistisches Comicverse entfernt. Die Anmerkung meiner Kinositznachbarn zur Anfangsszene "Das sieht ja aus wie bei dieser dt. Serie, Der Clown" trifft es recht gut. Daneben ist der Film bzw. dessen Handlung, im Gegensatz zu den mir bekannten Comics, zum Großteil bei Tag in einer schon fast erstaunlich realistischen Inszenierung.
    Bezeichnender Weise vielen sämtliche ikonische Zeichen weg. Die Bahn, die im ersten Teil noch für Action sorgte, war selten zu sehen. Waynes Manor schaffte man ebenso bei Seite wie das Batcave - das gleich mal durch seine "Hach wir sind ja so nicht am Comic dran" - Version eines kahlen Raum unter Containern ersetzt wurde. Weiteres fällt nicht auf, da nicht vorhanden. Arkanum wird angesprochen und weg geblendet. Selbst das Bat Signal strahlt kaum kenntlich - wegen der Wolken - in den Himmel und Gotham sieht erschreckend gewöhnlich aus.
    Gotham ist in dem Film keine Stadt mehr an die man sich erinnert.
    Wenn der Commisionar erwähnt das ein Krankenhaus in der einen Himmelsrichtung liegt, ist es beliebig.

    Ähnlich schlimm, wenn nicht gar schlimmer, trifft es die Figuren.
    (Und ab hier gibt es Spoiler)
    Gelungen ist hierbei noch der Joker, welcher zum Comic noch einen gewissen Wiedererkennungswert hat.
    Die kleinste Irritation war der Commisioner der plötzlich eine Familie als Drama-Moment-Lieferanten heranziehen durfte.
    Sehr irritierend war jedoch die Sache mit Scarecrow. Wenn man schon potentielle Bösewichter im vorbeigehen einsackt, gut und schön, aber eine kleine Orientierung an der Vorlage wäre angebracht gewesen, oder?
    Achtung Spoiler!

    Verwirrend weit weg vom Original war m.E. Batman. Der sich im Grunde verhalten hat wie Spiderman in anderen Klamotten, mit mehr Geld und mehr Geld. In der Diskussion um die Kandidatur Obamas hieß es das er sowohl Batman als auch Spidey mag, wegen der Herkunft. Der Film legt nahe das es an den fehlenden Unterschieden liegt.
    Achtung Spoiler!

    Es fällt mir schwer die Erwartung an die Figur Batman zu beschreiben, nur wird einem hier gezeigt was sie m.E. nicht ist.

    Die Technik Spielereien wirken unnatürlich.
    Ja, Batman hatte schon immer eine Menge von Bat-Sachen. Vermutlich sogar Batbettwäsche und Batunterhosen. Aber der Film schafft es bei minimaler Verwendung der Namensgebung Bat-Irgendwas einem die maximale Portion Technobabble rein zu drücken. Mehr als die mir bekannten Bonds (da kriegt man die Q Litanei immerhin idR. nur einmal). Zudem fährt Batman danach mit technischen Zeug auf das eher zu Mission Impossible oder einem Science Fiction passt als zu Batman.

    Dann wurde dieser Film noch gepriesen weil er ja so arg realistisch sei, im Gegensatz zu anderen Superhelden Verfilmungen. Ich bin in Physik nicht besonders beschlagen allerdings nimmt sich Batman dort Sachen raus die Spiderman so nicht passiert wären...
    Achtung Spoiler!

    Mir sind die pyrotechnischen Sachen Wurst, solange es knallt, aber sowas nicht, nicht wenn man mir etwas als realistisch verkaufen will.

    Nun oder die Sache mit dem Anspruch.
    Anspruch ist, für mich, wenn eine Handlung nachvollziehbar, in sich logisch ist, Fragen aufwirft, Gefühle provoziert sowie glaubhafte Charaktere zeichnet.
    Das schafft The Dark Knight nur an wenigen Stellen. Die Figur des Jokers agiert im Serienrahmen glaubwürdig, wenn man erstmal schluckt das Batman sich verhält wie Peter Parker in etwas älter und reicher, gut. Aber, die Leute...
    Achtung Spoiler!

    Harvey Dent,...
    Achtung Spoiler!


    Ergänzung: Ein weiterer merkwürdiger Punkt in Bezug auf Action Szenen, Batman hat keine bemerkenswerte Probleme mit Horden von SWAT Teams und ähnlichen, aber ein, drei Hunde hauen ihn direkt mal wieder um? ???

    Etwas bizarr war die Darstellung des Gangster Club. Vielleicht klingt es etwas arg nach pc, aber sehr viel tiefer und mit mehr Klischee konnte man die farbigen nicht mehr darstellen und so gleich mit als erste abmurksen? Ob das später dann 'ne Kompensation sein sollte?

    Als Anmerkung zum Schluß des Films..
    Achtung Spoiler!


    Alles im allen, weil der Film doch was Action hatte, der Joker gut gespielt wurde, und mit viel Liebe - weil ich eigentlich in Wanted oder Wall-E wollte, bevor ich an der Kasse merkte das es in Deutschland noch nicht läuft - gibt es von mir:
    3.5 von 10 Punkten
    Geändert von Teylen (31.08.2008 um 10:39 Uhr)

  2. #2
    Tastaturquäler Avatar von Octantis
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    Standard AW: The Dark Knight

    Zitat Zitat von Teylen Beitrag anzeigen

    Als Anmerkung zum Schluß des Films..
    Achtung Spoiler!

    Achtung Spoiler!


    zu Harvey Dent
    Achtung Spoiler!


    zu der Sache mit den Booten
    Achtung Spoiler!


    zu der Sturz sache
    Achtung Spoiler!


    zu Scarecrow, der wurde halt so wie er war aus dem ersten teil übernommen
    Achtung Spoiler!



    lol sorry 3.5 Punkte von 10 ist einfach falsch, vergleich doch bitte mal mit Filmen die sonst so ne Bewertung verdienen, aber gut jeder darf seine Meinung haben auch wenn man damit relativ alleine steht...
    Geändert von Octantis (31.08.2008 um 13:09 Uhr)

  3. #3
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    Standard AW: The Dark Knight

    Das Ende,..
    Zitat Zitat von Octantis Beitrag anzeigen
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    zu Harvey Dent
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    zu der Sache mit den Booten
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    zu der Sturz sache
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    zu Scarecrow, der wurde halt so wie er war aus dem ersten teil übernommen
    Achtung Spoiler!
    Achtung Spoiler!


    lol sorry 3.5 Punkte von 10 ist einfach falsch, vergleich doch bitte mal mit Filmen die sonst so ne Bewertung verdienen,
    Ich habe kein Problem damit The Dark Knight mit anderen Filmen, den ich die Bewertung geben würde zu vergleichen. Imho verfehlt nur The Dark Knight die Vorlage ziemlich vollständig, hat daneben noch einige eklatante Schwächen und ist knapp an der Grenze wo ich mich noch gut unterhalten fühlte.

    Wieso bitte soll ich so etwas mehr Punkte geben?
    Vielleicht um dappsch der Masse nach dem Mund zu reden? Weil ein Schauspieler doch gut war? Allez. Das kann es doch wohl nicht sein.
    Es war m.E. halt kein solider Durchnitt mehr (also 4-5 Punkte), geschweige den das es mich begeistert hätte.

    aber gut jeder darf seine Meinung haben auch wenn man damit relativ alleine steht...
    Ahjo, Millionen Fliegen und so.. ^^;
    Wobei meine Theorie ist, das dank dieses Gnadenlosen Meinungshype, negative Stimmen sich gar nicht trauen raus zu kommen ^^;

  4. #4
    Super-Moderator Avatar von cornholio1980
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    Standard AW: The Dark Knight

    Zitat Zitat von Teylen Beitrag anzeigen
    Achtung Spoiler!
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    Zitat Zitat von Teylen Beitrag anzeigen
    Achtung Spoiler!
    Dem kann ich so nicht zustimmen. Erinnere dich an sein Verhör eines Joker-Anhängers nach dem Attentat...

    Grundsätzlich scheint mir, dass du vor allem deshalb enttäuscht warst, da Dark Knight mit der Vorlage so wie du sie kennst nicht mehr viel zu tun hatte - was ich sogar verstehen kann. Mir persönlich gefällt es aber, dass man nicht einfach alles nacherzählt sondern die Vorlage genommen, auf teile davon aufgebaut und so etwas neues, bisher in diesem Genre so nicht dagewesenes geschaffen hat. The Dark Knight ist für sein Genre durchaus innovativ und originell, und schon allein eshalb tut es mir weh ihn mit 3,5 Punkten abgespeist zu sehen, wo unoriginelle, lahme Vertreter wie die Fantastic Four-Filme am ende sogar noch mit höheren Wertungen wegkommen...
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  5. #5
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    Standard AW: The Dark Knight

    Zitat Zitat von cornholio1980 Beitrag anzeigen
    Dent...
    Achtung Spoiler!
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    Zitat Zitat von cornholio1980 Beitrag anzeigen
    Achtung Spoiler!
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    Grundsätzlich scheint mir, dass du vor allem deshalb enttäuscht warst, da Dark Knight mit der Vorlage so wie du sie kennst nicht mehr viel zu tun hatte - was ich sogar verstehen kann.
    Es ist ein Kritikpunkt unter vielen. Nicht der einzige, aber ja mit einer der gewichtigsten. Unter Vorlage verstehe ich allerdings nicht nur die vorangegangenen Kino Filme, sondern allgemein das was zu Batman als Grundlage gegeben ist.
    Seien es die Serien, die einen hohen Trash-Kitsch-Kult Faktor haben, sein es die düsteren Burton Filme, das Bonbon-Trash-Kitsch Schuhmann Ding oder die Comics die von den vierziger/fünfziger Silver-Age Comics bis hin zu Werken von Stracincsky oder Miller ein breites Spektrum abbilden. Die Comics die sich mit den Serien bzw. Filmen noch bisher an irgendeiner Stelle vertrugen.

    Ich fordere *nicht* das etwas nacherzählt wird.
    Es ist nicht nötig einfach nur eine Geschichte zu nehmen und die stur in Filmform zu pressen. Vielleicht würde das nicht funktionieren, vielleicht könnte es werden wie Sin City - aber ich fordere es nicht.

    Was ich durchaus fordere ist das man mich nicht verar*.
    Wenn ich in einen Batman Film sehe, möchte ich definitiv mehr Batman haben als nur ein paar Namen und das Kostüm der Fledermaus und des Jokers. Alles andere ist Etiketten Schwindel bei welchen der Regiseur offensichtlich nicht die Chuzpe hatte gleich auch noch ein neues Kostüm / Namen zu entwerfen.

    Natürlich könnte man die Vorlage ausbauen, das wird aber bei The Dark Knight nicht getan. Die Vorlage wird mehr bis zum absurden verleugnet und ausgelöscht.

    The Dark Knight ist für sein Genre durchaus innovativ und originell, [..]
    Wo? Wegen der Horden von Fangirls die sich auf die Darstellung des Jokers stürzen / stürzen werden? Weil der Film es wagt mit der Vorlage so gut wie nichts mehr zu schaffen wollen?

    Weil die Geschichte eines düsteren, realitätsnahen Wächter/Helden hatte man schon davor, anspruchsvoller umgesetzt (spontan "Unbreakable", "V - wie Vendetta") und da wird wohl etwas besseres bald kommen (Watchmen).
    Das gesamte Ende gab es so schon bei Spiderman, nur noch eine Variation.

    Und gerade der Anspruch, so als Ersatz für den Etiketten Schwindel keinen Batman Film zu kommen, der fehlt mir. Mir kam nicht einmal der Gedanke da nun etwas Innovatives oder Orginelles zu sehen.

    und schon allein eshalb tut es mir weh ihn mit 3,5 Punkten abgespeist zu sehen, wo unoriginelle, lahme Vertreter wie die Fantastic Four-Filme am ende sogar noch mit höheren Wertungen wegkommen...
    Ich kenne den zweiten Teil der Fantastic Four Filme nicht, aber der erste bekommt durchaus bewußt mehr Punkte als das hier. Er war bei weitem unterhaltender, hatte mehr Anspruch und bot eine sehr passende, kurzweilige Adaption des Comics - müßte ihn mir ansehen, aber so 5-6 Punkte sehe ich da schon (die DVD würde ich mir auch doppelt so gern anschaffen wie den Batman).

    Zitat Zitat von nosferatu Beitrag anzeigen
    Nur kann ich absolut nicht nachvollziehen, dass Du am Ende nur 3.5 Punkte vergibst, denn so arg fallen diese Aspekte keinesfalls ins Gewicht.
    Du könntest mir Aspekte nennen, die ich genannt haben, die nahelegen das mich neben der Kritik rechtfertigen etwas mehr zu geben.

    Nolans Batman lässt sich nicht mit den bisherigen Batman-Filmen und anderen Vertretern des Superhelden-Genres vergleichen, denn dieser Batman ist nicht der Versuch, einen Comic 1:1 mit realen Schauspielern umzusetzen.
    Ich fordere nicht einen Comic 1:1 mit realen Schauspielern umzusetzen.
    Ich fordere das die Verfilmung einen ordentlichen Wiedererkennungswert zum Comic hin hat.

    Damit verprellt man sicher diejenigen, die unter einer Comicverfilmung etwas wie "Fantastic Four" oder auch Schumachers "Batman Forever" verstehen, aber man begeistert diejenigen, die bereit sind, sich auf diese neue Sichtweise des Comics einzulassen.
    Ich finde es, erschreckend, die Batman Comics auf die Schumacher Variation zu reduzieren. Ja, es gibt gerade die frühen Comics welche die Schumacher Variante rechtfertigen. Ebenso gibt es aktuellere Batman-Comics, die eine realistischere, anspruchsvolle Variante rechtfertigen. Es gibt Batman-Comics die eine Action Variante rechtfertigen, oder eine bizarre Freak-Show Version.
    Nur liegt The Dark Knight in der nähe von keinem dieser.

    Nun und nochmal auf das F4 gebashe einzugehen.
    Ehrlich gesagt verstehe ich nicht wieso der Film / Comic als Wurzel alles übel in Comicverflimungen angegeben wird. Ja, der Film orientiert sich hemmungslos an den älteren Geschichten, nur, wieso sollte er das nicht dürfen?
    Ebenso könnte es einen F4 Comic geben der auf den Ereignissen bei Civil War aufsetzt, oder einen der auf den Verwicklungen der F4 beim Marvel-Zombie-StandIn eingeht (vielleicht als Forsetzung zu Planet of Terror ).
    Aber einen F4 Film zu machen, der mit den Comics nichts zu tun hat, wie bei Batman, ergibt doch gänzlich keinen Sinn?

    Allerdings werden die Hintergründe in einen Bezug zur Realität gestellt. Woher hat Batman all seine technischen Spielereien? (Der Vergleich mit Q aus den Bond-Filmen ist hier ganz angebracht.) Welche Motive leiten ihn? Dabei soll der angesprochene Realismus natürlich nicht so weit führen, dass Batman tatsächlich zu einer alltäglichen, realen Figur wird.
    Die Frage wo Batman seine technischen Spielereien hat wurde auch in den Comics, in der Regel, beantwortet. Deswegen muss man nicht einen Batman-Q allethalben lang technobabbelnd vorbeilaufend lassen.
    Das Batman technische Spielereien hat ist klar, das er damit Mission Impossible artig agiert und es den Rahmen sprengt, passt nicht.
    Achtung Spoiler!
    Wenn man eine phantastische Figur hat, wieso muß man dann, um sie in Bezug zur Realität zu stellen, ihr die einen phantastischen Gimmicks streichen um sie durch völlig beliebige - schon da gewesene - phantastische Gimmicks ersetzen?
    Achtung Spoiler!

    Und wenn man schon dann die Motive neu beleuchten will, wieso dann nicht auf eine realistischere, anspruchsvolle Art? Wieso solche wirklich plakativen Brüche?
    Achtung Spoiler!
    Wieso stülpt man der Fledermaus 'ne Spinne über?

  6. #6
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    Standard AW: The Dark Knight

    Was ich durchaus fordere ist das man mich nicht verar*. Wenn ich in einen Batman Film sehe, möchte ich definitiv mehr Batman haben als nur ein paar Namen und das Kostüm der Fledermaus und des Jokers.
    Womit man bei der Frage wäre, was zeichnet Batman aus? Und ich denke, die wird jeder anders beantworten. einige lieben den trash-Batman der TV-Serie, andere haben es lieber gern düstere, andere wieder realistisch.

    Batman ist einer der vielschichtigsten Comichelden der Geschichte. Nicht viele wurden so oft unterschiedlich interpretiert und anders dargestellt. Daher gibt es keinen eindeutigen Batman - es gibt nur viele Interpretationen, und jene aus "The Dark Knight" ist nur eine neue Intepretation - die wenn man sich einige Comics ansieht auch nicht völlig aus der Luft gegriffen ist.

    Wenn "The Dark Knight" kein Film sondern ein Comic gewesen wäre, von einem Frank Miller, einem Alan Moore... ichf rage mich, ob du ihm dann auch immer noch so negativ gegenüber gestanden wärst. Warum dürfen Comiczeichner ihre eigene Interpretation der Figur und der Story (er)finden, aber ein Filmemacher nicht?

    Alles andere ist Etiketten Schwindel bei welchen der Regiseur offensichtlich nicht die Chuzpe hatte gleich auch noch ein neues Kostüm / Namen zu entwerfen.
    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen dass Christopher Nolan gesagt hat "machen wir noch einen Batman-Film" weil ihn die Kohle interessiert hat. Oder dass er ihn nur deshalb Batman nannte um mehr Leute ins Kino zu bekommen. Er macht nichts anderes als zahlreiche Künstler vor ihm - sei es im TV, im Comicbereich oder im Kino: Er nimmt die Figur und interpretiert sie auf seine Art und Weise. Die sich zwar in einigen Punkten von den bisherigen unterscheidet, aber sicherlich nichts enthält dass gänzlich aus der Luft gegriffen ist.

    Die Vorlage wird mehr bis zum absurden verleugnet und ausgelöscht.
    Sorry, das sehe ich absolut nicht so. The Dark Knight mag sich auf Aspekte der Vorlage konzentriert haben, die dir halt weniger gefallen, aber hier wird weder etwas verleugnet noch ausgelöscht. Es wird einfach nur etwas neues geschaffen, auf das bisherige Material - oder zumindest Teile davon - aufbauend. Alles andere wäre doch auch Blödsinn und kreativer Stillstand.

    Wo? Wegen der Horden von Fangirls die sich auf die Darstellung des Jokers stürzen / stürzen werden?
    Ihc kann dich ja irgendwie verstehen. Auch bei mir kommt es gelegentlich vor, dass ich einen Film scheiße finde, und das Gefühl habe er wird von der ganzen restlichen Welt in den Himmel gelobt. Im verzweifelten Versuch, die Allgemeinheit von ihrem Irrtum zu überzeugen, wird man dann auch gerne plakativ und schießt teilweise übers Ziel hinaus.

    So wie hier. Es sind nun ganz bestimmt nicht nur Horden von Fangirls, sondern seine Leistung wurde auch schon von genug männlichen Fans und auch Kritikern gelobt. Und soweit ich mich recht erinnere sogar von dir.

    Weil der Film es wagt mit der Vorlage so gut wie nichts mehr zu schaffen wollen?
    Worauf begründet sich diese Ansicht?

    Weil die Geschichte eines düsteren, realitätsnahen Wächter/Helden hatte man schon davor, anspruchsvoller umgesetzt (spontan "Unbreakable", "V - wie Vendetta")
    beides lässt sich thematisch meines erachtens nicht vergleichen. Und ob Unbreakable wirklich anspruchsvoller ist als The Dark Knight, darüber lässt sich trefflich streiten...

    Das gesamte Ende gab es so schon bei Spiderman, nur noch eine Variation.
    Auch das ist - sorry - Quatsch. Kann mich an kein Ende eines Spiderman-Films erinnern, dass dem von The Dark Knight ähnelt.

    Und gerade der Anspruch, so als Ersatz für den Etiketten Schwindel keinen Batman Film zu kommen, der fehlt mir.
    Ich verstehe immer noch nicht, warum das mehr oder weniger Batman gewesen sein soll als die TV-Serie oder die ersten vier Filme...

    Ich kenne den zweiten Teil der Fantastic Four Filme nicht, aber der erste bekommt durchaus bewußt mehr Punkte als das hier. Er war bei weit unterhaltender, hatte mehr Anspruch
    *lol* Also ich bin ja nun wirklich tolerant und gestehe jedem seine Meinung zu, aber das ist lächerlich. Fantastic Four war eine der anspruchslosesten Comicverfilmungen aller Zeiten. Ja, Potential hätte es gegeben, doch das wurde komplett verschwendet. Wo war denn da bitte anspruch? Bei The Dark Knight hat man zahlreiche interessante Fragen und Thematiken die aufgegriffen werdne, über die Auswirkungen von Terror etc.

    und bot eine sehr passende, kurzweilige Adaption des Comics
    passend? kurzweilig? Ich sage: UNWÜRDIG! Die Figuren hätten so viel potential zu einem ernsthaften Film mit Tiefgang geboten, stattdessen bekommen wir ein Ding, dass von einer Möwe angeschissen wird, ein Fantastic Girl statt einre Fantastic Woman, platte Gags, eine völlig abgewandelte Entstehungsgeschichte von Dr. Doom... und das ist für dich ernsthaft eine Würdigere Comicverfilmung als "The Dark Knight"?!?!?!!

    Ich fordere das die Verfilmung einen ordentlichen Wiedererkennungswert zum Comic hin hat.
    Aber genau das ist doch das Problme: Zu WELCHEM Comic? Zwischen "The Dark Knight" und "Year One" bzw. "The Killing Joke" sehe ich durchaus Gemeinsamkeiten.

    Ich finde es, erschreckend, die Batman Comics auf die Schumacher Variation zu reduzieren.
    da gebe ich dir recht. Kenne alleridngs auch niemandenr, der dies tut.

    E
    benso gibt es aktuellere Batman-Comics, die eine realistischere, anspruchsvolle Variante rechtfertigen.
    eben. Wo ist also das Problem mit "The Dark Knight", dass genau das liefert?

    Ja, der Film orientiert sich hemmungslos an den älteren Geschichten, nur, wieso sollte er das nicht dürfen?
    Das ist nicht der Grund, warum ich ein Problem mit dem Film habe. Wobei ich eigentlich eh weiter oben scohn auf meine Kriitkpunkte eingegangen bin.

    Die Frage wo Batman seine technischen Spielereien hat wurde auch in den Comics, in der Regel, beantwortet. Deswegen muss man nicht einen Batman-Q allethalben lang technobabbelnd vorbeilaufend lassen.
    ach komm, das waren 2 oder 3 Szenen. Mir kommt vor, du verrennst dich da in Kleinigkeiten.

    Das Batman technische Spielereien hat ist klar, das er damit Mission Impossible artig agiert und es den Rahmen sprengt, passt nicht.
    Auch ich habe das Sonardings kritisiert. Aber schlimmer als so einige Spielereien aus bisherigen Filmen war's auch nicht. Und technisch gänzlich unmöglich und damit vollkommen unrealistisch wars nun auch wieder nicht.

    Wenn man eine phantastische Figur hat, wieso muß man dann, um sie in Bezug zur Realität zu stellen, ihr die einen phantastischen Gimmicks streichen um sie durch völlig beliebige - schon da gewesene - phantastische Gimmicks ersetzen?
    geht es dir jetzt darum, dass man ein bestimmtes Gimmick dass du gern gesehen hättest nicht gezeigt hat?

    Und wenn man schon dann die Motive neu beleuchten will, wieso dann nicht auf eine realistischere, anspruchsvolle Art?
    öhm, genau das tat man meines Erachtens. Was nicht heißt, dass alles gelungen sein muss. (siehe Dent - ja sein Fall war auch mir zu plötzlich und zu extrem).

    Achtung Spoiler!
    Wo war der halb-gut?!?!?

    Achtung Spoiler!
    Und wo hast du diese genau ausgemacht?

    Achtung Spoiler!
    Das gabs auch in den Comics schon. Wo ist das Problem?

    Achtung Spoiler!
    Auch das habe ich kritisiert - ist aber meines Erachtens noch lange nicht den hass wert, den du diesem Film entgegenzubringen scheinst.

    Wieso stülpt man der Fledermaus 'ne Spinne über?
    Nochmal: Wo hat man das denn bitte schön getan?
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  7. #7
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    Standard AW: The Dark Knight

    Ich habe den Film nun auch gesehen und wurde mal wieder zum Opfer überzogener Erwartungen. Am Ende hat mich der ganze Film enttäuscht. Ich möchte nun aber nicht sagen, dass TBK an sich schlecht ist - die Erkenntnis ist nur, dass ich offenbar der falsche Typ Zuschauer für diesen Film war...

    Vieles hat mir sehr gut oder gar herausragend gefallen - insbesondere Heath Ledgers Performance. Jede Sekunde mit Joker auf dem Schirm war ein Hochgenuss. Allein, was der Kerl mit seiner Mimik anstellt, wie er in der Gegend herumschaut, wie er beim Zwinkern das linke Auge nachhängen lässt, wie er seine Zunge einsetzt, wie er es schafft, jeder Bewegung und Aktion, selbst dem Ballern aus dem LKW heraus eine absolut zufällige Komponente zu geben, ist schlichtweg genial. Die Story an sich war gut in Szene gesetzt, wendungsreich und nie langweilig, auch wenn sie auf vielen gängigen Filmklischees aufbaute (Hauptcharaktere sterben, um dann doch nicht tot zu sein, treten genau dann wieder in Aktion, wenn sie "Kavallerie" in einer ausweglosen Lage spielen können; der größte am gefährlichsten aussehende schwarze Kriminelle entpuppt sich als sanftmütig, die Cops fahren einen Aktionismus, der Jack Bauer in den Schatten stellt und sind trotz aller Ressourcen dem Schurken immer einen Schritt hinterher und müssen gefühlte 250 Mal feststellen, dass dieser alles "genau so geplant" hatte).

    Das ist aber alles im Rahmen dessen, wovon man sich bei einem multimillionenschweren Hollywoodblockbuster gut unterhalten lassen kann, wenn man seinen nervigen Realitätssinn und den ätzenden kritischen Geist, der ständig unpassende Vergleiche anzettelt, einfach mal ausschaltet und in die Filmwelt abtaucht, diese einfach als gegeben hinnimmt und das bunte (oder in diesem Fall eher düstere) Spektakel genießt. Willing suspension of disbelief nennt das der Engländer - und genau daran scheiterte es bei mir. Ich habe mir große Mühe gegeben, aber ich wurde immer wieder aus dem Film herausgerissen und habe ihn nur "von außen" verfolgt, statt wirklich involviert zu sein.

    Großes Problem für mich war die Implausibilität des Films. Immer wieder habe ich mir gesagt: Junge, das ist eine Comic-Verfilmung, was erwartest du? Trotzdem konnte ich einfach nicht darüber hinwegsehen, wie absolut unsinnig es war, wie der Joker vieler seiner Aktionen durchbekam. "Höhepunkt" des Ganzen war der Moment als er im Schwesternoutfit das Krankenhaus verließ, um es mit seiner Fernbedienung hochzujagen. Völlig ungestört lief er im Freien herum, lustig vor sich hingestikulierend.

    Aber was macht man wohl, wenn man ein Gebäude evakuiert, von dem man befürchtet, dass es Ziel eines Terroranschlages wird? Man räumt es vollständig und vertrollt sich dann zurück an den heimischen Mittagstisch oder wie? Wie konnte da niemand mehr in der Nähe sein, um den frei herumlaufenden Joker einzusammeln? Und wie zum Geier konnte dieser überhaupt erst ein komplettes öffentliches Krankenhaus von oben bis unten unbemerkt verbomben?

    Immer wieder schien es mir so, dass der Joker nur einen Gedanken fassen muss und sofort stehen ihm alle Ressourcen der Welt zur Verfügung, um beliebig viele Bomben, Atrappen, Schattenmänner etc. an beliebig vielen Orten zu platzieren. Je weiter die Handlung vorankam, desto unglaubwürdiger wurde das - vorallem in Hinblick auf die "Human Ressources" für seine Pläne, da sich ja eigentlich der Großteil des ortsansässigen "Mobs" im Knast aufhalten sollte...

    Über die "movie physics" rede ich mal gar nicht weiter, hier setzt TBK leider Maßstäbe. Leute, die problemlos auf fahrende Autodächer springen, unverletzt sonstwo herunterfallen, aus dem Stand von einem vorbeifliegenden Flugzeug eingesammelt werden und an irgendwelchen Seilen hängend aus vollem Fall aufgehalten werden. Irgendwie ist es immer wieder ein sehr seltsames Verhältnis zu Beschleunigungen und Gravitation im Allgemeinen, was bei Hollywoodfilmen auffällt. Don't try this at home, kids...

    Ebenfalls rausgerissen haben mich diverse Actionszenen mit Autos / Mottorrädern, bei denen man geradezu sehen konnte, wie langsam die Fahrzeuge *wirklich* unterwegs waren...

    Die Technologie kann ich noch am ehesten Hinnehmen - das ist ja eh alles fiktional und versucht nicht, realistisch zu sein. Aber wie am Ende auf einmal ferngesteuertermaßen eine Sonar-Abtastsoftware auf *jedes* Handy in Gotham City kam, deren Daten gebündelt, ausgewertet und live an Batman gefunkt wurden, um ihm als Sehhilfe zu dienen - das war schon so absurd, dass es nicht einmal mehr trashig, sondern einfach nur bescheuert war.

    Aber ihr seht schon - wenn mich sowas Kleingeistiges vom Filmgenuss abhält, ist mir eigentlich nicht mehr zu helfen.

    Eins muss ich aber noch feststellen - und das lässt sich irgendwie für viele Hollywood-Blockbuster der letzten Zeit sagen: Die Darstellung der Presse schockiert mich. Sie ist entweder da, um (Ermittlungen) zu stören oder falschen Sachverhalten nachzugehen und diese skandalös aufzubauschen oder um als Sprachrohr für Terroristen zu dienen, deren Botschaften sie stets willig und ungefiltert wiedergibt. Traurig...

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