So ziemlich jeder langjährige Spiegelleser sagt, dass das Blatt qualitativ nicht mehr mit der Augstein-Ära vergleichbar ist. Ich hatte es ein paar Jahre als Schüler abonniert, aber irgendwann eingestellt, da es einfach immer belangloser wurde, bzw. teilweise auch völliger Mist drin stand.
Heute hatte ich beim Arzt mal den Focus in der Hand und eine Stunde Zeit darin rumzustöbern, dieser ist eher noch schlimmer was die Qualität der Berichterstattung angeht.
Selbst in "Qualitäts"medien wie der Zeit steht immer häufiger schlecht recherchierter Käse - gerade wenn es um Wirtschaftsthemen geht. Der klassische Redaktions-journalismus steckt in einer tiefen Krise, denn mit den ganzen personellen Einsparungen kann nur eine Verflachung der Inhalte einhergehen.
Das ist schlecht für die Demokratie, denn selbst Watchblogs wie die bekannten Nachdenkseiten, welche diese Defizite in der Informationskultur ausgleichen könnten, haben nicht mehr als einen Bruchteil der Reichweite der Tageszeitungen und Wochenmagazinen, und werden zudem vorrangig von Jüngeren gelesen - womit ganze gesellschaftliche Gruppen Außen vor und in der Informationswüste zurück bleiben.






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