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Thema: 10.000 B.C.

Hybrid-Darstellung

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  1. #1

    Standard AW: 10.000 B.C.

    Zitat Zitat von Hmpf Beitrag anzeigen
    Ich find's halt zu einem Zeitpunkt, wo in Amerika (und zunehmend auch hierzulande) immer mehr Leute ganz ernsthaft glauben, daß z.B. die Dinosaurier gleichzeitig mit dem modernen Menschen gelebt haben, und in Anbetracht der Tatsache, daß auch ganz unabhängig vom Kreationismus haufenweise Leute bereits sehr seltsame Vorstellungen über die Pyramiden usw. haben wirklich etwas ungeschickt, den Film auch nur annähernd so aufzuziehen, als ob er was mit der realen Menschheitsgeschichte zu tun hätte. Ich habe absolut nichts gegen Fantasy und alternative Geschichte, aber mit diesem Titel wird allein schon der Trailer vielen ungebildeteren Leuten eine ziemlich falsche Vorstellung der Vergangenheit vermittelt haben.
    Wer ernsthaft glaubt dass Dinosaurier mit Höhlenmenschen Jenga! spielten, wird dadurch auch nicht von einem Emmerich-streifen kuriert werden. Insofern ist dieses Argument gegen den Film ziemlich irrelevant. "Herr der Ringe" ist ja auch nicht deshalb weniger gut, weil es ein paar Minderbemittelte geben könnte die Mittelerde mit Neuseeland verwechseln.

  2. #2

    Standard AW: 10.000 B.C.

    Zitat Zitat von DerBademeister Beitrag anzeigen
    Wer ernsthaft glaubt dass Dinosaurier mit Höhlenmenschen Jenga! spielten, wird dadurch auch nicht von einem Emmerich-streifen kuriert werden.
    Genau das Gegenteil (also: daß solche Leute bestärkt werden, nicht etwa, daß der Film sie 'kurieren' solle) war mein Einwand. Es besteht ein großer Unterschied zwischen "vermeiden, Leute in ihrem Irrglauben zu bestärken" und "Leute aktiv von ihrem Irrglauben zu kurieren". Letzteres erwarte ich im Kino nicht. Ersteres wäre aber schon wünschenswert. Das Kino ist keine Schule und ich erwarte daher auch nicht, daß es aktiv als Wissensvermittler wirkt. Bestimmte Arten der Mißverständlichkeit halte ich jedoch für etwas unglücklich (übrigens nicht nur bei diesem Film.)

    Insofern ist dieses Argument gegen den Film ziemlich irrelevant. "Herr der Ringe" ist ja auch nicht deshalb weniger gut, weil es ein paar Minderbemittelte geben könnte die Mittelerde mit Neuseeland verwechseln.
    Der Herr der Ringe hieß aber nicht "Abenteuer in Neuseeland" oder so. Die Welt, in der er spielte, hieß Mittelerde und wurde auch im Film so bezeichnet. "10.000 B.C." hingegen klingt - für Laien - erst mal so, als ginge es darin um unsere Welt im Jahr 10.000 v. Chr. und nicht etwa um eine fantastische Parallelwelt.

    Natürlich ist das nicht mein einziger Einwand gegen den Film. Es ist allerdings der Einzige, den ich erheben kann, ohne den Film gesehen zu haben. Alle weiteren möglichen/wahrscheinlichen Einwände kann ich nur als "es ist ein Film von Roland Emmerich" zusammenfassen. Ansehen werde ich ihn mir nicht (außer vielleicht irgendwann mal im Fernsehen), denn ich habe bisher noch keinen Emmerich-Film gesehen, den ich nicht ziemlich doof und, was noch schlimmer ist, irgendwie leer und langweilig fand. Emmerich macht IMO völlig charakterloses, mechanisches Blockbusterkino, dem es sowohl an Verstand als auch an Gefühl mangelt; alles daran riecht nach Konserve.

    Na ja, und zusätzlich zu diesem Generaleinwand ist *dieser* spezielle Film dann eben noch quasi darauf angelegt, als historische Darstellung mißverstanden zu werden, und ich *bin* halt Archäologin und kriege in Gesprächen und in den Medien auch so schon oft mit, was für ein haarsträubendes Unwissen über die länger zurückliegende Vergangenheit so herrscht, und daher ist es für mich einfach ärgerlich, wenn ein Film diese Tendenz verstärkt.

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