Zitat Zitat von Loser Beitrag anzeigen
An dem Artikel stört mich halt, das ein bisschen rüber kommt, das die angeblich alle, also Politiker und Energiewirtschaft, vor Jahren mal zusammen in nem dunklen Hinterzimmer gesessen haben, um das alles zu planen. Vielleicht hab ich zu viel Akte X gesehen, aber von so etwas halte ich nie was. Wenn einem die Argumente ausgehen, ist es halt ne Verschwörung? Eigentlich schade, weil die Argumente sind ja alle sehr gut.

Ich glaube nicht daran. Für mich ist das eher eine Sache der Abhängigkeiten, und Interessen. Nicht geplant, es ergibt sich halt so. Aber egal. Ist jetzt Erbsenzählerei was ich mache.
Das lese ich da nicht heraus. Es gibt solche mehr oder weniger informellen Zirkel und Seilschaften sicherlich, aber die Kapital- und Funktionseliten haben viele legale, halblegale und illegale Möglichkeiten ihre Interessen durchzusetzen. Die Energiebranche ist wie kaum eine Andere (von der Hochfinanz einmal abgesehen) auf allen Ebenen personell mit der Politik verknüpft. Man denke an die 200 Politiker aller Ebenen die bei EOn auf der Gehaltsliste stehen. Man denke an Schröder und Fischer, oder ihren Wirtschaftsminister Müller, der durch Fusionen erst das Kartell der großen Vier schuf und direkt im Anschluss Vorstandschef eines dieser Konzerne wurde. Da gibt es unendlich viele Beispiele von Vetternwirtschaft und Korruption.

Wenn man an die Renaissance der Kernenergie in anderen Ländern denkt, ist das auch kein rein deutsches Problem. Selbst die Schweden - deren Demokratie noch wesentlich intakter ist als unsere - wollen ja nun wieder AKW bauen. Rational ist das nicht zu erklären, da unterm Strich ein Ausbau dieser Art Energieerzeugung eben nicht sinnvoll ist - weder ökologisch, noch unter ökonomischen Gesichtspunkten.