Anstatt auf die Folge direkt einzugehen, würde ich gern ein kleines Resümee ziehen.4x02 - Are You There, God? It's Me, Dean Winchester.
Dean, Sam und Bobby haben alle Hände voll zu tun, als die Geister der Menschen sie verfolgen, die sie als Jäger nicht retten konnten.
Die erste Staffel beschäftigte sich natürlich mit der Wiedervereinigung der Winchester-Brüder. Wir hatten das "Monster der Woche" und die zarte Andeutung eines Handlungsbogens, die Suche nach dem "Gelbäugigen Dämonen". Gleichzeitig jagte man quasi Daddy hinterher.
Die zweite Staffel machte dort weiter, wir lernten mehr und mehr Leute aus der Jäger-Szene kennen, und die Brüder kamen ihrem Erzfeind immer näher. Am Ende dieser Staffel kam es dann zum Showdown mit dem YED, doch der Sieg hatte seinen Preis. Statt sich der verdienten Ruhe hingeben zu können, ging es für die Winchesters erst richtig los. Hier wurde aber auch schon der Grundstein für die 4. Staffel gelegt, denn das Konzept "Hölle" wurde immer konkreter.
In der 3. Staffel mussten die Jungs erst einmal aufräumen. Mit der Öffnung des Höllentores haben sie ein ganz schönes Chaos verursacht und buchstäblich biblisches Unheil heraufbeschworen. Doch es gibt auch neue Verbündete, sogar aus einem unerwarteten Lager. Und natürlich ist da noch die Sache mit Deans Pakt. Vor allem Sam ist wild entschlossen, seinen Bruder nicht in die Hölle kommen zu lassen, während Dean sich mit der Tatsache anscheinend abgefunden hat, schließlich steht weiterhin das Wohl vom kleinen Bruder auf dem Spiel.
Bedingt durch den Autorenstreik ist die Staffel relativ kurz geraten, doch ich persönlich finde, das hat ihr gut getan. Dadurch war alles etwas kompakter und schritt schneller voran. Der Cliffhanger war natürlich brutal und lud zu wilden Spekulationen im Fandom ein.
Damit sind wir bei Staffel 4. Die beiden ersten Folgen weisen ganz klar die gewohnte Qualität auf. Der Rahmen wird konsequent erweitert, denn wenn es die Hölle tatsächlich gibt, dann muss es auch den Himmel geben. Der klassische Kampf zwischen "Gut" und "Böse".
Was haben wir zu erwarten?
Meiner Meinung nach, ist Castiel genau der, für den er sich ausgibt: ein Engel des Herrn. Er gehört also zu den Guten. Das Problem ist nur, wer definiert hier eigentlich "Gut" und "Böse". Die beiden Begriffe sind ungeheuer subjektiv und werden im Grunde nur vom sozialen, gesellschaften Umfeld definiert. In unserer Gesellschaft ist es "böse" einen Menschen zu töten. Aber nicht immer, es gibt "gute" Gründe es doch zu tun. Gott ist für uns der Inbegriff des Guten, doch verstehen wir ihn wirklich?
Wie Castiel in dieser zweiten Epsiode schon sagte, es gibt da ein "größeres Bild", ein "Gesamtbild". Was also "gut" für das Ganze ist, kann für den Einzelnen oder eine ganze Gruppe von Individuen "unfair" oder "schlecht" sein. Für den Gott im SPN-Universum könnte sich die Sache also so darstellen: Selbst wenn bei diesem Kampf eine ganze Generation drauf geht oder zumindest stark zu leiden hat, ist es insgesamt immer noch gut, wenn der Feind besiegt wird und die Menschheit als solche überlebt.
Das wäre ein mögliches Gesamtbild, aber würden wir als Betroffene das auch so "gut" finden?
Reichlich Stoff für Konflikte, auch in den eigenen Reihen.
Ich freue mich darauf...








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