Review auf fictionBOX

Bei einigen eher realistisch gehaltenen Handlungen und manchmal auch sehr gewöhnlichen Rückblenden könnte man ja gelegentlich vergessen, dass es sich bei "Lost" um eine Mystery-Serie handelt – nicht so beim 1. Teil von "Gemeinsam Leben, alleine sterben". Mit Desmonds plötzlicher Rückkehr (und der unheilvollen Ankündigung, dass eine Flucht von der Insel nicht möglich sei) und der seltsamen Statue mit 4 Zehen wird das Mysterium rund um die Insel erneut in den Mittelpunkt des Geschehens gerückt und deutlich, dass hier etwas sehr geheimnisvolles und seltsames vor sich geht. Desmonds Rückkehr war für mich ohnehin eine sehr positive Überraschung, die zudem perfekt den Kreis zum Beginn der 2. Staffel schließt.

Da es sich bei ihm um eine doch recht geheimnisvolle Figur handelt, fand ich auch die Rückblenden wieder einmal sehr interessant – vor allem natürlich, als er dann auf der Insel ankommt. Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt, wie es im 2. Teil bei diesen Rückblenden und insbesondere auch der Handlung rund um den Code weitergehen wird. Vielleicht wird ja zumindest DIESES Geheimnis am Ende der Staffel gelüftet. Sehr spannend verlief auch die Handlung rund um Jack, Michael und ihren Begleitern. Das zunehmende Misstrauen zwischen den beiden war deutlich spürbar, und als man schließlich zwei der Anderen bemerkte, die die Gruppe heimlich beobachteten, verriet Jack den anderen seinen Verdacht, und Michael legte ein Geständnis ab. Hurleys geschockter, fast apathischer Gesichtsausdruck als er erfahren musste, dass Michael Ana-Lucia und Libby erschossen hat, war wirklich herzzerreißend. Die Geschehnisse an Bord des Segelschiffes waren zwar nicht ganz so spannend, trotzdem wird deutlich, dass die Handlung auf einen neuerlichen Höhepunkt zusteuert.

Fazit: Vor allem die Spannung erzeugende Handlung rund um den Bunker sowie Desmonds interessante Rückblenden haben mir sehr gut gefallen. Im Vergleich dazu fallen die Handlungen rund um Jack bzw. auf dem Segelschiff zwar etwas ab, versprechen allerdings ein spannendes, hochdramatisches Ende der 2. Staffel.
8/10


Zitat Zitat von Teylen Beitrag anzeigen
Hum, von den mir bekannten Staffel Finalen bot dieses mit der Folge den schwächsten Auftakt. Man bricht auf, die Anderen zu Überfallen, in dem man in eine Falle läuft. Eine innere Stimme sagt mir, der Plan ist Mist.
Das stimmt natürlich, ich mochte die Folge auch in erster Linie wegen der coolen Rückblenden und Desmonds Rückkehr...

Michael hätte es verdient von den Losties umgebracht zu werden,... zumindest mehr als Henry. Immerhin schießt er ohne Skrupel, und gerne wieder, zwei wehrlose Frauen nieder. Anstelle Henry einfach so zu befreien, ohne Massaker. Und das nur um seinen Sohn zu *sehen* nicht mal das Leben zu retten oder so.
Na moment amal. So ist es dann aber auch wieder nicht.
1.) Hat er Henry freigelassen und führt seine vier Freunde in eine Falle, weil sie ihm versprochen haben, ihn und Walt gehen zu lassen. Nichts mit "einfach nur sehen".
2.) Wie hätte er Henry an Ana-Lucia vorbeischaffen sollen, ohne das seine Tarnung auffliegt?
3.) Wie kommst du eigentlich auf das skrupellos und "gerne wieder"?
4.) Der Mord an Ana-Lucia war vorsätzlich, aber das mit Libby war eine reine Kurzschlusshandlung, aus dem Schock heraus, erwischt worden zu sein.
5.) Ana-Lucia würde ich nicht also wehrlos bezeichnen
Achtung Spoiler!