Das ist in der Rechnung "2x Budget an der Kinokasse" bereits berücksichtigt. Denn "2xBudget insgesamt" würde bedeuten, dass Marketing und Vertrieb nur 20 Prozent des Produktionsbudgets umfassen. Tatsächlich kosten sie bei Blockbustern wie Potter, Avatar etc. nochmal um die 150 Millionen. Also kannst du dir einfach ausrechnen, was das bedeutet: 300 Millionen Budget plus 150 Millionen für Marketing und Vertrieb macht 450 Millionen. Maximal 60 Prozent von den Erlösen gehen an die Studios. Damit wären wir schon bei 750 Millionen Dollar, die notwendig wären, um Geld mit einem solchen Film zu verdienen. Die bestverkaufte DVD dieses Jahr, Twilight, brachte lt. www.the-numbers.com 175 Millionen Dollar an Erlösen ein. Star Trek brachte 60 Millionen. Erlöse, wohlgemerkt - die Produktionskosten der DVD sind hier noch nicht in Abzug gebracht. Die 600 Millionen an der Kinokasse sind vorsichtig geschätzt.
Ich kenne eigentlich eher die gegenteiligen Aussagen von Filmleuten, nämlich dass es mittlerweile wegen der horrenden Budgets nur noch wenigen Filmen möglich ist, wirklich gute Gewinne einzufahren. Und zwar nicht von den Studios selbst, sondern von Regisseuren, Produzenten, Drehbuchautoren. Vor allem in den Fällen, in denen es nicht wie bei Potter, Twilight, Star Trek etc. eine Riesen-Merchandising-Umgebung gibt.






Zitieren
aber selbst diese testosteronbuster kommen an die erfolge, die von horden kreischender girlies an die kinocharts-spitze gepusht wurden, nicht heran.
. Mal im Ernst: Ich weiß nicht, wie die Produktionskosten für DVDs aussehen, aber sie sind mit Sicherheit nicht die Materialkosten von 1 Dollar, die oft genannt werden. Leider haben die meisten Leute keinen Schimmer, wie eine kaufmännische Kalkulation aussieht, und deshalb liest man solche Aussagen wie: "die Einnahmen haben die Produktionskosten erreicht, deshalb sind wir jetzt in der Gewinnzone" oder "eine DVD kostet in der Herstellung 1 Dollar und alles darüber sind Gewinne". Als Kauffrau weiß man da immer kaum, ob man jetzt lachen oder heulen soll. Um abzuschätzen, wie hoch die Gewinne aus DVD-Verkäufen sind, müsste man erstmal die Produktions- und Vertriebskosten sowie die Handelsspannen kennen. Einfach die Erlöse heranzuziehen und zu behaupten, das seien Gewinne, ist allerdings ein bisschen arg milchmädchenhaft gerechnet. Mehr als bestenfalls zwei, drei Dollar pro verkaufter DVD dürften für das Studio kaum verdient sein. Und auch das nur zu Anfang - vor ein paar Wochen habe ich Potter V für 5,99 Euro gekauft. Die Doppel-DVD wohlgemerkt.
Als Lesezeichen weiterleiten