Zitat Zitat von nevermore Beitrag anzeigen
Der Film muss, wie jeder Film andere auch - sehr konservativ geschätzt - mindestens das Doppelte seines Budgets einspielen, um in die Gewinnzone zu kommen. Andere Quellen reden vom zweieinhalb- bis dreifachen des Budgets, was zum Erreichen der Gewinnschwelle erforderlich ist. Denn es kommen nur etwa 60 Prozent der Einnahmen überhaupt bei den Studios an, und das Budget ist lediglich das Produktionsbudget; Marketing- und Vertriebskosten sind hierin nicht enthalten.

Es ist immer wieder dieselbe Diskussion, wenn Filme die Kassen-Erwartungen nicht erreichen. Das können sich Fans schönrechnen wie sie wollen, es gibt hier weder für Watchmen noch für Star Trek oder für This is it oder für Avatar irgendwelche "Sonderberechnungen". Da wir nicht wissen, wie hoch das Budget von Avatar tatsächlich ist, kann man, wenn man an der unteren Grenze der genannten Zahlen bleibt und von 300 Millionen ausgeht, damit rechnen, dass die Gewinnschwelle frühstens bei 600 Millionen Dollar erreicht ist.
Natürlich fließt ein beträchtlicher Teil der Einnahmen mittlerweile nicht mehr über die Kinokassen, sondern über DVD/Bluray-Verkäufe und Verleih. Bei Event-filmen wie Avatar kommt noch Merchandising wie das parallel produzierte Videospiel obendrauf. Manche Filme sind z.B. im Kino Flops, während sie dann in der Zweitverwertung richtig Geld einspielen. In der Regel ist es mittlerweile fast unmöglich mit massiv beworbenen Blockbustern Geld zu verlieren, als Kassengift gelten in Hollywood eher die Mittelklasse-Filme mit Budgets von 40-70 Millionen $ in wenig massentauglichen Kategorien wie Drama, die oft nur sehr wenige Zuschauer abbekommen und schwer zu finanzieren sind. Hier gibt es ein paar Beispiele für dieses Prinzip.