Es ist eben gar nicht so einfach einen guten Actionfilm zu inszenieren. "Terminator 2" und "Aliens" teilen sich bei mir den Platz für die besten Actionfilme aller Zeiten. Dabei bewerte ich Filme durchaus genrekonform, Handlung und Charakterentwicklung von "Terminator 2" lassen sich schlecht mit "Der Pate II" oder "Schindlers Liste" messen. Bei einem Actionfilm lege ich Wert auf rasant, originell und spannend inszenierte Action, sowie über den ganzen Film anhaltende, packende Atmosphäre, Charaktere die gut genug gezeichnet sind dass deren Schicksal den Zuschauer berührt, sowie einen Showdown der mich mit einem "Wow"-Gefühl aus dem Kino gehen lässt.
In dieser Kategorie sind beide Filme perfekt, da die Atmosphäre permanenter Lebensgefahr auch in den ruhigeren Szenen niemals abflaut. Bei einem Machwerk wie "Transformers II" baut sich eine solche Atmosphäre dagegen gar nicht erst auf, die Action plätschert uninspiriert und ohne Drive dahin und vermag in keinem Moment mitzureißen. Es ist schon ein Kunststück, Menschen beim Kampf zwischen 50 Metern großen Kampfrobotern zu beobachten und keinerlei Bedrohungsgefühl aufkommen zu lassen - ebensogut könnten Herr Böff und Frau Fuchs eine Partie Hallenhalma spielen.
Ein ganz ähnliches Defizit hatten auch die neuen Star Wars-Filme, exemplarisch muss man nur die Weltraumschlacht am Ende von "Return of the Jedi" mit der zu Beginn von "Revenge of the sith" vergleichen. Auch wenn letzterer die weit spektakuläreren Effekte bietet, kommt er wie ein Computerspiel daher und reißt mich nicht im Geringsten mit. Es fehlen jegliche Dynamik und Spannungsmomente. Dagegen ist die Inszenierung in "Jedi" absolut genial, die Freunde kämpfen um ihr Überleben gegen die übermächtige, im Hinterhalt lauernde imperiale Flotte, während Luke das Ganze aus dem Thronsaal des Imperators beobachten muss und nicht eingreifen darf.





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