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Thema: Avatar (James Cameron)

Hybrid-Darstellung

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  1. #1

    Standard AW: Avatar (James Cameron)

    Ich fand Selfridge alles andere als blass - und auch nicht das, was ich einen Bösewicht nennen würde. Selfridge ist einer, der sich mit den Verhältnissen abgefunden hat und sich manchmal sogar einredet, daß sie so gut und richtig sind - der aber, und dank Ribisi spürt man das auch, *eigentlich* weiß, daß die Verhältnisse, mit Verlaub, Scheiße sind. Man kann nicht wirklich sagen, daß es ihm "lieber wäre", wenn er ohne Genozid usw. auskommen könnte - diese Option ist für ihn so utopisch, daß sie in seinem Denken gar nicht vorkommt. Man kann aber sehen, daß er weiß, daß das, was er und die Menschen allgemein auf Pandora tun, falsch ist. Und er genießt das nicht, wie es ein echter 'Bösewicht' vielleicht tun würde, sondern er nimmt das grimmig-mürrisch hin, weil er sich eben schon sein ganzes Leben einredet, daß es nicht anders geht, daß die Welt eben so ist wie sie ist etc. Wenn er es sich erlauben würde, an die Möglichkeit einer anderen Welt zu glauben, wäre ihm diese andere Welt lieber. Aber er hat diese Denkmöglichkeit in sich völlig abgetötet.

  2. #2
    Administrator Avatar von Dr.BrainFister
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    Standard AW: Avatar (James Cameron)

    Zitat Zitat von Hmpf Beitrag anzeigen
    Ich fand Selfridge alles andere als blass - und auch nicht das, was ich einen Bösewicht nennen würde. Selfridge ist einer, der sich mit den Verhältnissen abgefunden hat und sich manchmal sogar einredet, daß sie so gut und richtig sind - der aber, und dank Ribisi spürt man das auch, *eigentlich* weiß, daß die Verhältnisse, mit Verlaub, Scheiße sind. Man kann nicht wirklich sagen, daß es ihm "lieber wäre", wenn er ohne Genozid usw. auskommen könnte - diese Option ist für ihn so utopisch, daß sie in seinem Denken gar nicht vorkommt. Man kann aber sehen, daß er weiß, daß das, was er und die Menschen allgemein auf Pandora tun, falsch ist. Und er genießt das nicht, wie es ein echter 'Bösewicht' vielleicht tun würde, sondern er nimmt das grimmig-mürrisch hin, weil er sich eben schon sein ganzes Leben einredet, daß es nicht anders geht, daß die Welt eben so ist wie sie ist etc. Wenn er es sich erlauben würde, an die Möglichkeit einer anderen Welt zu glauben, wäre ihm diese andere Welt lieber. Aber er hat diese Denkmöglichkeit in sich völlig abgetötet.
    ok, kurz gesagt: du findest giovanni ribisi süßer und somit auch sympathischer als den quadrich-darsteller.

    nunja, und deine interpretation des charakters bzw. die sichtweise auf menschliches handeln, die du darin zeigst, finde ich wirklich ... knuffig. wer böses tut, aber irgendwo in den hinterkammern seines gewissens zumindest noch ein bisschen gutes denkt/empfindet, ist also kein bösewicht.

    ok... da werden sich die schmierlappen, die uns die finanzkrise eingebrockt haben, sicherlich freuen, denn wenn man es denen erlauben würde, an die möglichkeit einer anderen welt zu glauben, wäre ihnen diese andere welt wahrscheinlich auch lieber. da es diese welt jedoch nicht gibt, bleibt den armen schlipsträgern aber gar nix anderes übrig als uns weiter abzuzocken... also, nimms mir bitte nicht übel, aber ich finde das reichlich weichspülerisch. das kann man eigentlich auf so gut wie jeden menschen übertragen. es soll z.b. nazis gegeben haben, die beim judenmord zwar fleißig mitgeholfen hatten, aber es trotzdem irgendwo in ihrem tiefsten innersten bereuhten. macht das ihr handeln besser oder weniger böse?

    muss ein echter bösewicht für dich etwas so stereotyp daherkommen wie quadrich in "avatar", um auch böse zu sein? oder wie j.w. bush? meiner bescheidenen meinung nach sind die gefährlichsten bösewichter gerade diejenigen, die so wirken wie du selfridge beschreibst. schnucklige jungchens, die kultiviert auftreten und wie irgendwo auch noch ein paar reste charakter haben, die sie menschlich wirken lassen. denen traut man (bzw. vor allem frau) nicht sofort zu, dass sie tatsächlich böses im schilde führen. und wenn sie´s dann doch tun... waren wahrscheinlich eine schlimme kindheit oder tiefe risse in der desillusionierten seele daran schuld - nicht mister niceguys eigenverantwortliches handeln.


    .
    "Wissen sie woraus der Leberkäs gemacht wird? Aus den Resten der Knackwurst. Und die Knackwurst? Aus den Resten vom Leberkäs. So geht das ewig weiter: Leberkäs, Knackwurst, Leberkäs, Knackwurst..." - Simon Brenner (Josef Hader) in "Silentium"

  3. #3

    Standard AW: Avatar (James Cameron)

    Zitat Zitat von Dr.BrainFister Beitrag anzeigen
    ok, kurz gesagt: du findest giovanni ribisi süßer und somit auch sympathischer als den quadrich-darsteller.

    nunja, und deine interpretation des charakters bzw. die sichtweise auf menschliches handeln, die du darin zeigst, finde ich wirklich ... knuffig. wer böses tut, aber irgendwo in den hinterkammern seines gewissens zumindest noch ein bisschen gutes denkt/empfindet, ist also kein bösewicht.

    ok... da werden sich die schmierlappen, die uns die finanzkrise eingebrockt haben, sicherlich freuen, denn wenn man es denen erlauben würde, an die möglichkeit einer anderen welt zu glauben, wäre ihnen diese andere welt wahrscheinlich auch lieber. da es diese welt jedoch nicht gibt, bleibt den armen schlipsträgern aber gar nix anderes übrig als uns weiter abzuzocken... also, nimms mir bitte nicht übel, aber ich finde das reichlich weichspülerisch. das kann man eigentlich auf so gut wie jeden menschen übertragen. es soll z.b. nazis gegeben haben, die beim judenmord zwar fleißig mitgeholfen hatten, aber es trotzdem irgendwo in ihrem tiefsten innersten bereuhten. macht das ihr handeln besser oder weniger böse?

    muss ein echter bösewicht für dich etwas so stereotyp daherkommen wie quadrich in "avatar", um auch böse zu sein? oder wie j.w. bush? meiner bescheidenen meinung nach sind die gefährlichsten bösewichter gerade diejenigen, die so wirken wie du selfridge beschreibst. schnucklige jungchens, die kultiviert auftreten und wie irgendwo auch noch ein paar reste charakter haben, die sie menschlich wirken lassen. denen traut man (bzw. vor allem frau) nicht sofort zu, dass sie tatsächlich böses im schilde führen. und wenn sie´s dann doch tun... waren wahrscheinlich eine schlimme kindheit oder tiefe risse in der desillusionierten seele daran schuld - nicht mister niceguys eigenverantwortliches handeln.


    .
    Ein Hans Landa hätte den Film veredelt.
    Hier finde ich übrigens Herr der Ringe erstaunlich, eines der wenigen monumentalen Gut vs. Böse-Werke in welchem der Bösewicht kaum, und so gut wie niemals direkt in Aktion tritt. In der Filmtrilogie hat Sauron selbst soweit ich mich erinnere nur eine einzige Dialogzeile.

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