100 Prozent Zustimmung.
Nein jedoch für die Verklärung der "guten alten Zeit". Ja, jedoch für mehr Leistungsdruck und weniger Zeit für die Erziehung.
Nun, ich kenn die Frau seit rund 2 Jahre etwas näher (darum auch eine Emailunterhaltung zu dem Thema), doch ganz sicher hängt Sie nicht der "alten Zeit" nach, sondern nutzt ihre Erlebnisse für die heutige Erziehung mit. Sicher kann das nicht jeder, nicht jeder hat die Zeit dafür, doch darin allein liegt schon das Problem.
Wir erzeugen selbst den Mangel an Erziehungszeit, weil wirtschaftliche Gesichtspunkte mehr und mehr in den Mittelpunkt geraten sind. Als "Notlösung" sucht man von Politikseite nach Ganztagsbetreuung etc. ... doch das kann nie die eigene Mutter ersetzen.
Auch ich hatte noch das Glück in Wäldern spielen zu können, noch eine Mutter die eben nach der Schule zuhause war ... ein Kindergarten war überflüssig und Beschäftigung am Nachmittag unter Schulkameraden kein Problem: Fussball auf dem Sportplatz, Action in den Wäldern ... ein PC war damals noch langweilig. Dieses geht auch heute noch. Ich erlebe das in der eigenen Familie wo ein 9 Jähriger lieber in der Natur ist, als mit Schulkameraden zusammen zu sein, denn die wollen ja nur langweilig zuhause an der Playstation spielen. Heute hat ein Kind, das mehr verlangt als vor m Monitor gesetzt zu werden, es schwerer. Verrückte Welt.
Nun, auch sei der wichtige Satz von Fr. Emmler wiederholt der sich auf "potentiell kritische oder agressive Kinder bezieht":
"Früher waren es die Auffälligen denen man so eine Aktion zutrauen würde und heute sind es die Unauffälligen auf die man achten soll...merkt man was!?"
Ja, vor den "bösen Jungs" hatten wir früher Respekt. Diese waren immer und überall aggressiv zu erkennen, waren immer zu Schandtaten bereit, waren bekannt in der ganzen Nachbarschaft. In Winnenden und schon zuvor hört man immer danach die Interview-Sätze von Nachbarn wie "das hätten wir nie gedacht; ganz braver Junge und so unauffällig" etc. pp ...






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