natürlich bestand die serie auch noch aus anderen zutaten. aber die waren alle auf demselben niveau wie o'neils sprüche. wie gesagt, das ist auch völlig ok. ich schau mir derzeit z.b. gern "burn notice" (bruce campbell rocks!), "human target" und "white collar" an. ebenfalls recht simpel gestrickte serien, aber sehr unterhaltsam und solide gemacht. das ist mir derzeit lieber als sowas wie "lost" - eine serie, die zwar genial-kompliziert aufgebaut wurde (und bis vor beginn der letzten staffel zu meinen absoluten mystery-favoriten gehörte), aber zum finale hin nur noch wie eine schnöde, überbewertete fehlkonstruktion wirkt. für sgu gilt dieser eindruck von anfang an.
was sgu fehlt ist auf jeden fall sowas wie gut dosierter "comic relief". die serie nimmt sich viiiel zu ernst. es müssen nicht o'neils sprüche sein, aber Elis monotoner pennäler-humor reißt es jedenfalls nicht heraus. ein bisschen schwung würde diesem lahmen haufen sehr gut tun. das gab es sogar im düsteren vorbild bsg. man denke nur an einen wunderbar überdrehten charakter wie cavil oder auch die selbstironisch-snobistische art eines gaius baltar. sowas kann ich mir bei sgu momentan gar nicht vorstellen. das wäre so als würde ein böser onkel in den kuschelkindergarten auf der destiny kommen und all die plump-labilen stereotypen, die dort vor sich in gammeln, laufen plötzlich schreiend davon: "hilfe hilfe, es passiert was! wir wollen unseren einheitsbrei wiederhaben, quängel quängel..."
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