Von Redlettermedia gibt es mal wieder eine gute und witzige Besprechung dieses Films:



Dabei wird auch ausführlich auf die vielen Probleme mit dem Script und diverse andere Defizite des Films eingegangen.

Ich komme nicht umhin mich immer wieder darüber zu wundern, wie schlampig, unprofessionell und laienhaft die Drehbücher von Blockbuster-Filmen in der Regel geschrieben sind. Denn die meisten anderen Aspekte des Films sind auf der Höhe der Kunst (Regie, Darsteller, Actionszenen, Effekte, Musik etc.). Es muss doch möglich sein bei einem unbegrenzten Budget und einer Entwicklungszeit von vier (!) Jahren ein besseres Drehbuch zusammenzubekommen als bei einer durchschnittlichen Trek-Serienepisode, für deren Entwicklung vom Drehbuch bis zur post production insgesamt nur 2 Wochen zur Verfügung stehen.

Dass Flachpfeifen wie Lindelost, Orci und Kurtzman dennoch so gut im Geschäft sind lässt sich letztlich nur damit erklären dass wir als Fans und regelmäßige Kinogänger so gut wie jeden Mist schlucken. Das ist fairerweise nicht nur ein Problem bei dieser Dreierbande oder Star Trek, sondern bei so gut wie allen heutigen Blockbusterfranchises. Warum sollte Hollywood etwas ändern, wenn selbst ein hundsmiserabler Blockbuster wie z.B. Transformers Milliarden einspielt?

Reboot-Trek muss kein gutes und genuines Star Trek sein, aber mit etwas mehr Sorgfalt beim Drehbuch wäre zumindest packendes Action-Blockbusterkino drin. Star Trek muss nicht dümmer daherkommen als die Matrix, Inception oder Herr der Ringe.

Im Ausblick auf Star Trek XIII unter einem neuen Regisseur kann ich nur hoffen, dass zumindest die penetrant-oberflächlichen Bezüge auf das alte Trek aufhören und wir endlich eine Geschichte sehen die wir nicht schon in einem früheren Trek-Film gesehen haben. Nach nunmehr drei gescheiterten Versuchen "Wrath of Khan" zu immitieren braucht es endlich eine frische Geschichte die wir so zumindest auf der großen Leinwand noch nicht gesehen haben.