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Thema: Die Stille nach dem Crash ...

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  1. #1
    Forum-Aktivist Avatar von Reiner
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    Standard AW: Die Stille nach dem Crash ...

    Zitat Zitat von Dr.BrainFister Beitrag anzeigen
    das ist genau der grund, weshalb ich mich aus solchen diskussionen größtenteils heraushalte: es wird nur gelabert, aber kaum jemand, der sich daran beteiligt, hebt seinen arsch aus dem bequemen bürostuhl und wird selbst aktiv. meistens wird ein bisschen politisches/wirtschaftliches halbwissen angehäuft, das man aus spiegel, handelsblatt, studium etc. aufgeschnappt hat und alle fühlen sich toll dabei, weil sie so schön rhetorisch geschliffene, schlau klingende kommentare zu dem thema abgeliefert haben. ...
    dieses ganze anhäufen von blabla ist nichts wert, wenn sich daraus nicht irgendein handlungsimpuls ergibt. deswegen kann ich dem schlauen artikel, den hmpf am 15.04. zitiert hat, auch nicht zustimmen. natürlich ist es wichtig, dass über solche themen geredet wird. allerdings ist es überflüssig, wenn das ganze dann genauso viel wirkung hat als würde man nebenbei über das wetter smalltalken.

    warum also nicht mal einen im wahrsten sinne des wortes hitzigen diskussions-thread über´s wetter eröffnen:
    "boah, heute ist es aber warm!"
    "wie bitte, warm? laut spiegel-online ist es aber kalt!"
    "was, kalt, du spinnst wohl! ich habe ein schlaues zitat gefunden, das besagt, dass das empfinden des wetters auf eine tiefgreifende stoffwechselkrise in den gedärmen der deutschen bevölkerung zurückzuführen ist!"
    "quatsch, ich habe dafür diesen coolen link gefunden, der besagt... blablablablablablablablablablablaaaaaa......"

    ...das wäre definitiv genauso ergebnisreich und substanzhaltig wie die meisten diskussionen zur finanzkrise.


    .

    LOL ... hehehehe ... saugut!


    Jepp, alle wollen es besser wissen aber niemand machts. Nun andererseits darf aber daran erinnert werden das wir eine Demokratie haben und keine Anarchie. Also wer plötzlich nun Manager das Gehalt kürzen will, der muss schon im Aufsichtsrat sitzen oder mitmachen. Wer Politik verändern will muss Politiker werden.

    ... und da haben wir das Dilemma.

    Sobald man im "Establishment" angekommen ist, will man ja nicht am Ast sägen auf dem man sitzt. Ein Teufelskreis.

    Nun, auf die Straße gehen und Demonstrieren ist eine erste Methode. Wenn ich mir auch hier ansehen was aus den GRÜNEN geworden ist, von den Demos und den Turnschuhen im Bundestag (Fischer) zum Hartz IV Mitverursacher und der Partei mit den wohlhabensten Mitgliedern (so eine gelesene Info irgendwo vor kurzem), wenn ein ATTAC Mitglied sich dort abmeldet und auch lieber GRÜN wird ... , dann ... verliert man wirklich den Mut und die Lust am "kämpfen".

    Also wenigstens "Dampf ablassen" und halt Stammtischgelaber (Man sollte den Frust und den Ärger und die Enttäuschung über gewisse Dinge ja nicht dauernd runterschlucken - das macht krank. )... solange es nicht für mehr reicht - wenigstens etwas. Vielleicht werden es immer mehr die genauso denken ... vielleicht wird daraus irgendwann die Bewegung mit Gleichgesinnten, wenn es schon die Straße nicht mehr ist.


    Ach, apropos Klimawandel:

    Um es mal zynisch zu sagen: Ich bin um jedes Grad froh das es bei uns wärmer wird. Mir ist es noch zu kalt in Deutschland.

    Natürlich wird durch unsere Industrie die Klimaerwärmung mittels CO2 Ausstoss "befeuert" und das ist nicht gut so. Andererseits muss man aber mal auch erwähnen dürfen, das die Temperatur auf der Erde immer in großen Zyklen schwankten und es auch unterschiedliche Ursachen und Jahrhunderte mit mehr CO2 gab. (Übrigens ohne geht schon gar nicht.) Sobald wir ausatmen tragen wir auch schon mit CO2 Ausstoss bei.

    Dazu kommt: Zu Zeiten der Dinosaurier war die durchschnittliche Temperatur auf der Erde sage und schreibe 7 Grad Celsius wärmer als heute! (Auch damals war ein Leben auf der Erde möglich. Dazu haben wir ja noch fast Eiszeit dagegen. )

    Wenn wir bedenken, das wir wohl aktuell schon zuviele Menschen auf einem Planeten mit begrenztem Umfang und Recourcen sind, dann müsst man sich zynischerweise sogar für die Erderwärmung bedanken. Dies wird vermutet:

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...620123,00.html

    Keine Sorge, der Planet wird uns also überleben.

    (PS: Ich liebe diese Ironie ... so ganz generel. PPS: Sonst hätte man ja bald gar nichts mehr zum lachen auf der Welt. hehehe)


    -----------------

    Endlich haben wir die "wahre" Ursache der Klimakatastrophe gefunden:

    http://www.bild.de/BILD/news/2009/04...-desaster.html

    Ooohweeeh. LOL
    Geändert von Reiner (21.04.2009 um 15:08 Uhr)
    "Glaubst Du noch, oder denkst Du schon?" Giordano Bruno / "Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." Albert Einstein. /"Ich kann zwar die Bewegungen von Himmelskörpern berechnen, aber nicht die menschlichen Verrücktheiten." Sir Isaac Newton. / Das Mitlesen in diesem Beitrag ist verboten, wenn Ihr zu jung dafür seid. https://anchor.fm/reiner-krauss/

  2. #2
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    Standard AW: Die Stille nach dem Crash ...

    Ja, so kann man es auch sehen: Da ich eh nichts daran ändern kann, halte ich auch schön meine Klappe :-)

    Dieses Forum ist halt der Stammtisch der fictionBOX wenn man so will :rock:

    Aber, um wieder aufs Thema zu kommen: Ich frage mich, wenn die Konjunktur wieder anspringt und die momentan auf Null notierenden "Schrottanleihen" wieder an Wert gewinnen (und auch "wertlos kommen sie noch auf hunderte Milliarden Euro), dann kann der Saat endlich seine Schulden von den aufgekauften Schrottanleihen bzw. deren Verkaufserlös begleichen. Das sind doch mal coole Aussichten...
    Aber sicher werden dann die Banken wieder ganz böse-klagend angeritten kommen

    @ Hmpf: Natürlich besteht die Welt nicht nur aus Jungbankern, jeder, der einen selbst nicht abänderbaren Missstand auf Arbeit entdeckt, muss seinen Job sofort kündigen, das ist meist das einzige, was der einzelne tun kann. Wenn es viele machen fällt's auch auf...

    Aber wer hat schon den Mut, notfalls freiwillig obdachlos zu werden?
    Wegen Arthur Cleverly verabscheue ich nun England und Wales... bäääh.

  3. #3

    Standard AW: Die Stille nach dem Crash ...

    Herrje, soviel, dem man widersprechen möchte, und so wenig Zeit.

    Ganz kurz:

    Schon klar, Gelaber garantiert nicht Veränderung. Aber, ganz verkürzt ausgedrückt: *ohne* Gelaber gibt es erst recht keine Veränderung. Diskussionen wie diese hier sind wie Löwenzahnsamen: man weiß nie, wo der eine oder andere Gedanke auf fruchtbaren Boden fällt und in einen Handlungsimpuls umgewandelt wird, deswegen muß man sie weit streuen. Deswegen brauchen wir nicht weniger, sondern mehr solche Diskussionen, auch wenn aus 90% davon nichts Konkretes entsteht. Oder wie, lieber Herr Dr. Brainfister, würdest *Du* einen gesellschaftlichen Wandel einleiten? Durch spontane kollektive göttliche Eingebung? Der erste Schritt ist immer: drüber reden; Gedanken verbreiten. Manchmal bleibt's bei diesem Schritt. Und manchmal nicht.

    @Reiner:

    Sorry, Du bist etwas misinformiert zum Thema Klimawandel. So gemütlich und harmlos, wie Du Dir das vorstellst, wird das höchstwahrscheinlich nicht; die Wahrscheinlichkeit ist statt dessen groß, daß es wirklich eine Katastrophe wird. Du mußt etwas über Deutschland hinausdenken - in Gegenden, wo es jetzt schon trocken ist, aber gerade noch Landwirtschaft möglich ist, ist es nämlich wirklich katastrophal, wenn es noch trockener wird. Und zu diesen Gegenden gehören viele der 'Brotkörbe' der Welt.

    Ganz zu schweigen von der beängstigenden Möglichkeit von Szenarien wie 'runaway climate change' und Schwefelwasserstoff(?)freisetzung aus den in ihrer Chemie veränderten Ozeanen: im Moment kann keiner sicher sagen, wie wahrscheinlich solche Szenarien sind - hoffentlich nicht allzu sehr - aber sollte es dank sich gegenseitig verstärkender Feedbackmechanismen zu einem dieser Szenarien kommen, bedeutet das tatsächlich eine Art Apokalypse (bei runaway climate change endlose Erhitzung, evtl. bis zum Verdampfen der Ozeane usw.; beim Schwefelwasserstoff(?)szenario Freisetzung großer Mengen giftigen Gases, das unsere Atmosphäre in eine für sauerstoffabhängige Organismen nicht mehr atembare verwandelt. Ersteres kann man auf der Venus beobachten, letzteres hatten wir hier auf der Erde vor ein paar Millionen Jahren schon mal; das war eines der fünf großen Massensterben, die wir in der Erdgeschichte schon hatten.)

    Aber man braucht, wie gesagt, gar nicht unbedingt diese apokalyptischen Szenarien, damit einem Angst und Bange wird: auch das Szenario, das mittlerweile die gängigste Prognose für unsere nähere Zukunft ist, ist beängstigend genug, weil es, wie gesagt, zu einer extremen Hungersnot führen wird, und die dann sicherlich zu politischer Instabilität usw. Das Hauptproblem ist die weltweite Wasserversorgung, u.a. in einigen der bevölkerungsreichsten Ländern der Welt, aber auch in den USA usw. Wir in Europa werden in der Hinsicht weniger Probleme bekommen - aber hier bei uns wohnt ja auch nur ein sehr kleiner Prozentsatz der Weltbevölkerung.

    ETA: Reiner, lies doch einfach mal den Link "An Introduction to Global Warming Impacts", den ich in meinem vorigen Post gepostet hatte. (http://climateprogress.org/2009/03/2...nd-high-water/) Das ist eine gute Einführung in die Materie; der Anfang ist etwas amerikabezogen, aber der Rest ist globaler angelegt. Und der Mann, der diesen Text geschrieben hat, kennt sich mit den neuesten wissenschaftlichen Ergebnissen gut aus; wenn seine Beschreibung extrem klingt, so liegt das daran, daß alle neueren Forschungsergebnisse zum Thema extrem schockierend sind.

  4. #4
    Forum-Aktivist Avatar von Reiner
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    Standard AW: Die Stille nach dem Crash ...

    Zitat Zitat von Hmpf Beitrag anzeigen
    Herrje, soviel, dem man widersprechen möchte, und so wenig Zeit.

    Ganz kurz:

    Schon klar, Gelaber garantiert nicht Veränderung. Aber, ganz verkürzt ausgedrückt: *ohne* Gelaber gibt es erst recht keine Veränderung. Diskussionen wie diese hier sind wie Löwenzahnsamen: man weiß nie, wo der eine oder andere Gedanke auf fruchtbaren Boden fällt und in einen Handlungsimpuls umgewandelt wird, deswegen muß man sie weit streuen. Deswegen brauchen wir nicht weniger, sondern mehr solche Diskussionen, auch wenn aus 90% davon nichts Konkretes entsteht. Oder wie, lieber Herr Dr. Brainfister, würdest *Du* einen gesellschaftlichen Wandel einleiten? Durch spontane kollektive göttliche Eingebung? Der erste Schritt ist immer: drüber reden; Gedanken verbreiten. Manchmal bleibt's bei diesem Schritt. Und manchmal nicht.

    @Reiner:

    Sorry, Du bist etwas misinformiert zum Thema Klimawandel. So gemütlich und harmlos, wie Du Dir das vorstellst, wird das höchstwahrscheinlich nicht; die Wahrscheinlichkeit ist statt dessen groß, daß es wirklich eine Katastrophe wird. Du mußt etwas über Deutschland hinausdenken - in Gegenden, wo es jetzt schon trocken ist, aber gerade noch Landwirtschaft möglich ist, ist es nämlich wirklich katastrophal, wenn es noch trockener wird. Und zu diesen Gegenden gehören viele der 'Brotkörbe' der Welt.

    Ganz zu schweigen von der beängstigenden Möglichkeit von Szenarien wie 'runaway climate change' und Schwefelwasserstoff(?)freisetzung aus den in ihrer Chemie veränderten Ozeanen: im Moment kann keiner sicher sagen, wie wahrscheinlich solche Szenarien sind - hoffentlich nicht allzu sehr - aber sollte es dank sich gegenseitig verstärkender Feedbackmechanismen zu einem dieser Szenarien kommen, bedeutet das tatsächlich eine Art Apokalypse (bei runaway climate change endlose Erhitzung, evtl. bis zum Verdampfen der Ozeane usw.; beim Schwefelwasserstoff(?)szenario Freisetzung großer Mengen giftigen Gases, das unsere Atmosphäre in eine für sauerstoffabhängige Organismen nicht mehr atembare verwandelt. Ersteres kann man auf der Venus beobachten, letzteres hatten wir hier auf der Erde vor ein paar Millionen Jahren schon mal; das war eines der fünf großen Massensterben, die wir in der Erdgeschichte schon hatten.)

    Aber man braucht, wie gesagt, gar nicht unbedingt diese apokalyptischen Szenarien, damit einem Angst und Bange wird: auch das Szenario, das mittlerweile die gängigste Prognose für unsere nähere Zukunft ist, ist beängstigend genug, weil es, wie gesagt, zu einer extremen Hungersnot führen wird, und die dann sicherlich zu politischer Instabilität usw. Das Hauptproblem ist die weltweite Wasserversorgung, u.a. in einigen der bevölkerungsreichsten Ländern der Welt, aber auch in den USA usw. Wir in Europa werden in der Hinsicht weniger Probleme bekommen - aber hier bei uns wohnt ja auch nur ein sehr kleiner Prozentsatz der Weltbevölkerung.

    ETA: Reiner, lies doch einfach mal den Link "An Introduction to Global Warming Impacts", den ich in meinem vorigen Post gepostet hatte. (http://climateprogress.org/2009/03/2...nd-high-water/) Das ist eine gute Einführung in die Materie; der Anfang ist etwas amerikabezogen, aber der Rest ist globaler angelegt. Und der Mann, der diesen Text geschrieben hat, kennt sich mit den neuesten wissenschaftlichen Ergebnissen gut aus; wenn seine Beschreibung extrem klingt, so liegt das daran, daß alle neueren Forschungsergebnisse zum Thema extrem schockierend sind.
    @Diskussion:
    Ja, ... erstmal müssen Ideen durch Diskurs geboren werden. Das bisschen Diskussion im Bundestag ist ja in Wahrheit längst keine wirkliche mehr. Der "Parteienzwang" hilft da bei mancher Abstimmung gegen das eigene Gewissen und Wissen - leider.

    @Klimawandel:
    Aber liebe "Hmpf" ... das weiss ich doch längst. Trotzdem hab ich' s lieber warm als kalt und ziehe den Süden vor. Nicht vergessen die Ironie dabei herauszulesen.
    "Glaubst Du noch, oder denkst Du schon?" Giordano Bruno / "Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." Albert Einstein. /"Ich kann zwar die Bewegungen von Himmelskörpern berechnen, aber nicht die menschlichen Verrücktheiten." Sir Isaac Newton. / Das Mitlesen in diesem Beitrag ist verboten, wenn Ihr zu jung dafür seid. https://anchor.fm/reiner-krauss/

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