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Ergebnis 1 bis 6 von 6

Thema: Game of Thrones | 1x10 - Feuer und Blut (Fire and Blood)

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  1. #1
    Super-Moderator Avatar von cornholio1980
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    Ok, bevor ich mein erste Staffel-Fazit ziehe und auf das mit Eddard Stark näher eingehe, zuerst noch zur Folge an sich:

    Ein gutes, aber kein alles überragendes Staffelfinale, welches einen besseren Job darin macht, die zweite Staffel vorzubereiten, als die erste Staffel abzuschließen. Das Highlight war für mich alles rund um Daenerys - wie sich ihr Vertrauen in jene Hexe, die sie gerettet hat, nicht bezahlt gemacht hat, und diese Erfahrung sie noch einmal um einiges härter, ruchloser und rachsüchtiger werden lässt. Das Finale mit den schlüpfenden Drachen kam dann sicherlihc nicht unerwartet, war aber sehr gut inszeniert, und eines der absoluten Höhepunkte der Staffel. In den anderen Handlungsebenen ist leider verhältnismäßig wenig passiert. Selbst Jamie Lannister darf noch am Leben bleiben. Die Dialoge waren allesamt nicht schlecht, und die Geschichten boten gute unterhaltung, von einem Staffelfinale bin ich aber doch etwas mehr Dramatik und mehr Höhepunkt gewohnt. "Feuer und Blut" bot gute Unterhaltung, macht sich aber als schlichte Episode der Serie besser denn als Staffelfinale.
    7-8/10

    Die Staffel an sich hat mir grundsätzlich ziemlich gut gefallen, wenn sie sich auch keineswegs mit z.B. der ersetn Deadwood-Season (immer noch mit das beste Stück TV, dass man je gesehen hat) messen kann. Zwischen den ersten 6 und den letzen 4 Episoden lag bei mir leider eine längere, unfreiwillige Pause, deshalb mag mich mein Eindruck trüben, aber ich habe insbesondere die ersetn beiden Folgen als besonders gelungen in Erinnerung - wohl auch da die Staffel meines Erachtens einen besseren Job darin gemacht hat, diese Welt und die Figuren vorzutsellen (insbesondere eben in den ersten beiden Episoden), als sie dann an einen bestimmten dramaturgischen Höhepunkt hinzuführen. Es gab wenig Ausreißer nach unten, aber jetzt auch keine überdrüber-Folge, die mich restlos begeistert hätte. Rückwirkend betrachtet hätte wohl etwa smehr Tempo der ersten Staffel gut getan, und man vielleicht lieber schon das eine oder andere aus dem 2. Buch (das sage ich ohne kenntnis der Romane) übernehmen sollen.

    Dem großen Twist, der für mich - und wohl viele andere - die Staffel irgendwie dominiert hat, stehe ich zwiegespalten gegenüber. Einerseits war es ungemein clever und mutig gemacht. Die ganze Promotion-Kampagne war auf Sean Bean ausgerichtet, er bekam in den ersetn Folgen sehr viel Screentime, und schien der Hauptcharakter der Serie zu sein. HBO und die Drehbuchautoren waren hier ungemein clever, um diese üble Wendung für alle Nicht-Romankenner gänzlcih unerwartet und wie aus dem nichts kommen zu lassen - ein Schock, wie wir ihn meines Erachtens schon seit lange nicht mehr erleben durften/mussten, egal ob auf dem kleinen Schirm oder der großen Leinwand. ABER... meine Vorfreude auf die zweite Staffel ist durch diese Wendung enorm gesunken, und ich glaube, im Endeffekt hat man vielleicht etwas zu viel darin investiert, nur um die Zuschauer schocken zu können. Sean Bean war für mich - mit Abstand - die zentrale, entscheidende Präsenz der Serie. Es gibt keinen einzigen Schauspieler und keine Schauspielerin, der sich diesbezüglich mit ihm messen konnte. Es ist für mich weit und breit niemand zu sehen, der diese Lücke füllen könnte - und das erfüllt mich schon ein wenig mit Sorge. Sean Bean hat die Serie, insbesondere natürlich in den ersten Folgen, getragen und stark (pun not intended) geprägt. Ich habe es bereits in der letzten Folge bemerkt, dass ohne ihn einfach etwas fehlt. Meines Erachten haben die anderen Darsteller nicht das Zeug, die Serie ohne ihn zu tragen, zumindest nicht langfristig. Nun kann es natürlich gut sein, dass man uns in S2 neue Figuren präsentieren wird, darunter jemanden eines ähnlichen kallibers. Wenn nicht, wird man sich was die Drehbücher, die Thematik und teilweise auch was das Spektakel betrifft deutlich steigern müssen, um dieses Manko auszugleichen.

    "Feuer und Blut" bekommt von mir jedenfalls 7-8/10, die erste Staffel kommt damit bei mir auf einen Wertungsschnitt von 6,8 was meinen Eindruck ganz gut wiederspiegelt, wobei ich insgesamt 6,5/10 wohl für angemessen(er) halten würde.
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    "I believe that when we leave a place, part of it goes with us, and part of us remains. Go anywhere in this station, when it is quiet, and just listen. After a while you will hear the echos of all our conversations, every thought and word we've exchanged. Long after we're gone, our voices will linger in these walls."
    Andreas Katsulas as G'Kar - Objects in Motion / The Lost Tales-Intro


  2. #2
    Grand Maester Avatar von tubbacco
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    Standard

    Zitat Zitat von cornholio1980 Beitrag anzeigen
    "Feuer und Blut" bot gute Unterhaltung, macht sich aber als schlichte Episode der Serie besser denn als Staffelfinale.
    Warum? Weil der dramaturgische Höhepunkt schon eine Folge zuvor geschehen ist? Muss dieser unbedingt in der letzten Folge stattfinden, als sich mit den Implikationen eben dessen zu befassen?

    Zitat Zitat von cornholio1980 Beitrag anzeigen
    Dem großen Twist, der für mich - und wohl viele andere - die Staffel irgendwie dominiert hat, stehe ich zwiegespalten gegenüber. Einerseits war es ungemein clever und mutig gemacht. Die ganze Promotion-Kampagne war auf Sean Bean ausgerichtet, er bekam in den ersetn Folgen sehr viel Screentime, und schien der Hauptcharakter der Serie zu sein.
    Für die Zukunft: Es gibt keinen Hauptcharakter.

    Es ist und bleibt eine Ensembleserie, die einigen Figuren mal mehr oder weniger stark (und das müssen nicht unbedingt die Guten sein) folgen und sich daraus die Handlung entwickeln wird.

    Zitat Zitat von cornholio1980 Beitrag anzeigen
    ABER... meine Vorfreude auf die zweite Staffel ist durch diese Wendung enorm gesunken, und ich glaube, im Endeffekt hat man vielleicht etwas zu viel darin investiert, nur um die Zuschauer schocken zu können. Sean Bean war für mich - mit Abstand - die zentrale, entscheidende Präsenz der Serie. Es gibt keinen einzigen Schauspieler und keine Schauspielerin, der sich diesbezüglich mit ihm messen konnte. Es ist für mich weit und breit niemand zu sehen, der diese Lücke füllen könnte - und das erfüllt mich schon ein wenig mit Sorge.
    Der Twist soll natürlich den Unbedarften den Boden unter den Füßen wegziehen, was er wohl bei dir auch getan hat. Dass du mit den anderen Figuren bzw. deren Darsteller nicht so viel anfagen kannst ist natürlich bedauerlich. Insbesondere einige der Kinderdarsteller (Arya und Joffrey) und auch die alten Hasen (Charles Dance, James Cosmo etc.) oder Michelle Fairley (Catelyn) haben durchgehend überzeugt, auch wenn davon nicht alles tragende Figuren sind.

    Ansonsten wie wärs mit Tyrion (Peter Dinklage)?

    Zitat Zitat von cornholio1980 Beitrag anzeigen
    Sean Bean hat die Serie, insbesondere natürlich in den ersten Folgen, getragen und stark (pun not intended) geprägt. Ich habe es bereits in der letzten Folge bemerkt, dass ohne ihn einfach etwas fehlt. Meines Erachten haben die anderen Darsteller nicht das Zeug, die Serie ohne ihn zu tragen, zumindest nicht langfristig. Nun kann es natürlich gut sein, dass man uns in S2 neue Figuren präsentieren wird, darunter jemanden eines ähnlichen Kallibers.
    Nein, einen Eddard Stark-Ersatz wird es weder rollenmäßig noch darstellerisch (auch wenn ich damit Sean Beans Schauspiel nicht in den Himmel loben will) geben. Das wäre auch irgendwie feige. Natürlich werden eine ganze Reihe neue Charaktere mit auf den Papier guten Darstellern (Stephen Dillane, Carice van Houten, Liam Cunnigham etc.) besetzt werden, aber wohl niemand aus der Prestigeklasse eines Sean Bean.

    Zitat Zitat von cornholio1980 Beitrag anzeigen
    Wenn nicht, wird man sich was die Drehbücher, die Thematik und teilweise auch was das Spektakel betrifft deutlich steigern müssen, um dieses Manko auszugleichen.
    Die Drehbuchquali würde ich mir auch ein Stück höher wünschen. Aber wohl eher aus anderen Gründen als du. Mehr Tempo? Bloß nicht? Lieber die Schwerpunkte besser rausarbeiten.

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