@Imzadi
Eigentlich ist es bei mir momentan genau umgekehrt: Ich bin zwar nach wie vor kein leidenschaftlicher "Blacklist"-Gucker, fand die letzten Episoden aber wieder interessanter. Das liegt vor allem daran, dass der Handlungsbogen weiter verdichtet und stärker vorangetrieben wurde. Es gab einige Entwicklungen, mit denen ich in der 1. Staffel noch nicht gerechnet hätte. Gerade bei einer Erfolgsserie wie "The Blacklist" besteht die Gefahr, dass im Hintergrund ständig große Geheimnisse gesponnen werden, deren Auflösung sich dann ewig hinzieht und immer verworrener wird. Aber das scheint hier bisher nicht der Fall zu sein. Die Erzählgeschwindigkeit ist nun wieder flotter geworden. Vorher gab es in der eher belanglosen zweiten Staffelhälfte für meinen Geschmack zu viele uninteresssante "Fall der Woche"-Folgen.
Auch an die Hauptdarstellerin hab ich mich inzwischen gewöhnt und empfinde sie kaum noch als störend. Klar, es hätte da wesentlich bessere Casting-Möglichkeiten gegeben, aber sie macht mittlerweile einen halbwegs brauchbaren Job.
Allerdings stelle ich mir inzwischen die Frage, wie es mit "The Blacklist" über die 1. Staffel hinaus weitergehen könnte, ohne dass die Serie zu redundant und beliebig wird. Die Einzelfolgen nutzen sich ja jetzt schon ab und der durchgehende Handlungsbogen zeigt bisher nicht so viel Potential, dass sich damit viele Staffeln füllen ließen. Spätestens wenn das Verhältnis zwischen Reddington und Elizabeth Keen geklärt ist, bleibt eigentlich nicht mehr viel Interessantes übrig, das dazu bewegt, dran zu bleiben. Könnte mir höchstens vorstellen, dass sowas wie ein "Jagd auf Reddington"-Plot für eine weitere Staffel noch etwas Abwechslung reinbringen könnte.





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