ja, ich finde es auch etwas zu unausgewogen, dass bisher der fokus immer auf amerika lag. warum das so ist, weiß ich nicht. vielleicht ändert sich das noch. die entwicklung von wikileaks steht ja eigentlich erst am anfang.
ich weiß nicht, ob wikileaks die materialien zurechtstutzt oder ob z.b. die diplomatenpapiere vollständig/ungekürzt weitergegeben wurden. welche schlagzeilen die presse dann aus diesen informationen herausholt, liegt letztlich nicht mehr im verantwortungsbereich von wikileaks. man hätte in den dokumenten sicherlich auch andere themen finden können als den beleidigenden diplomatentratsch.Wobei WikiLeaks das Material selbsständig sichtet, zurechtstutzt und es dann zunächst an Presseagenturen weitergibt bevor es online kommt.
Dennoch, so habe ich den Eindruck, fehlt der Aspekt der journalistischen, sinnvollen Aufarbeitung.
Es scheint ähnlich wie die teilweise die BILD zu sein die beiweilen Fakten highlightet die unter dem speziellen Licht verzerrt wirkten.
wie schon gesagt: wikileaks hat die vertraulichkeit und datensicherheit der us-regierung nicht selbsttätig angegriffen. sie haben lediglich material veröffentlicht, das ihnen von einem informanten zugespielt wurde. sowas müsste eigentlich mit der pressefreiheit bzw. dem recht auf freie meinungsäußerung abgedeckt sein. der informant hat sich allerdings strafbar gemacht. welche konsequenzen das für ihn haben wird, ist mir jedoch nicht bekannt.Ansonsten, finde ich, die Frage nach der Vertraulichkeit / Datensicherheit nicht beantwortet.






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