Ich halte Sarrazins Äußerungen für einen Flop.
Weil die Wahrheit die sich darin vielleicht fünkchen Weise finden lassen mag steht in keinem Verhältnis zu der Polemik oder gar den Forderungen.
Wenn es Ausländer oder gar Deutsche gibt die Jahrzehnte lang in Deutschland nicht Deutsch sprechen ist das ein Problem Deutschlands. Nicht der die davon betroffen sind und dadurch ausgegrentzt werden. Da ändert sich auch nichts daran wenn man über die Formulierung "Deutscher mit Migrationshintergrund" versucht die Leute zu Staatsbürgern zweiter Klasse zu machen.
In den USA werden Leute die nicht hinreichend englisch sprechen allein gelassen, und? Bringt es etwas? Abgesehen davon das dort die Schere weiter auseinander klafft und man mittlerweile Angst vor so etwas wie einem Aufstand der Latinos hat?
In Belgien ist es so das, wenn man kein niederländisch spricht, man allein gelassen wird bis man arbeitslos ist, nur um erst dann in anständige Kurse rein zu kommen / geholt zu werden. Teilweise mit einem Jahr Verzögerung weil die dann relativ gut bestückt sind.
Es ist auch kein Problem in Belgien mit einem Kopftuch herum zu laufen oder eben wie ein orthodoxer Jude, oder sonst wie. Es gibt da in Brüssel ganze Viertel die sich eher marrokanisch als belgisch anfühlen. Nunja, und auf der Bank sehen die meiner persönlichen Meinung eher Hippie-mäßig aus ^^;
Allerdings schaue ich bei den Leuten nicht ob sie nun Anzugordnungen folgen, Bärte tragen, ein Kreuz wo hängen haben, Kopftuch tragen oder sonst was.
Nun und wieso sollte es Unverständlich sein das man dem Schüler einen Gebetsraum zugesteht? Es ist ja nicht so das da n Schild drüber klebt: "Islamischer Bereich / Nur für Muslime / Gebetsraum" oder ein Zeichen sondern es ist einfach nur ein Ort wo der in Ruhe, in der Pause, seinen Teppich ausrollen kann und beten. Genauso wie sich die anderen Schüler in Kapellen aufhalten dürften oder sonst wo normal rum beten.
Nun und der Schüler ist kein Gast in einem Ausland, sondern er ist Deutscher. Ein ganz normaler Deutscher. Der zur ganz normalen Deutschen Identität zählt. Auch wenn Leute wie Sarrazin oder andere ewig gestrige dagegen hetzen werden das ein Junge eines Mannes der mal für Drecksarbeit nachdem Krieg in's Land geholt wird nie ein Deutscher wird und immer nur ein Kümeltürke bleibt der sich gefälligst allem anzupassen hat.
Holland ist kein Land.
Genauso wenig wie Bayern ein Land ist.
Es gibt in den Niederlanden die Provinzen Süd-Holland und Nord-Holland was als Holland zusammen gefasst wird. Es gibt in den Niederlanden auch noch andere Provinzen. Aber kein Land namens Holland.
Die Niederlande und auch Belgien sind nach wie vor sehr liberal und gegenüber Einwanderern freundlich. Man hat sich da auch noch nicht von konservativen Kräften verbiegen lassen die fordern die Marrokaner raus zu werfen und zurüc zur ur-flämischen Identität zu finden (was immer das genau sein soll)
Ich sehe die Trennung zwischen Staat und Religion in Deutschland nicht gefährdet.







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